zur Startseite
Familie+Kinder / Museum Voestalpine Stahlwelt Linz Linz, voestalpine-Straße 4
Ausstellungen / Museum Stadtmuseum St. Pölten St. Pölten, Prandtauerstraße 2
Ausstellungen | Ausstellung

Do It Yourself!

Sumerauerhof St. Florian

Der Sumerauerhof in St. Florian widmet sich 2026 unter dem Motto „Do It Yourself!“ zwei Ausstellungsschwerpunkten. Im Mittelpunkt stehen einerseits Formen des Selbermachens in Vergangenheit und Gegenwart, andererseits die Möglichkeiten, wie Natur im unmittelbaren Lebensumfeld aktiv und verantwortungsvoll gestaltet werden kann. So wird der Sumerauerhof 2026 zu einem Ort, an dem Geschichte, Gegenwart und Zukunft in einen produktiven Austausch treten. Mit seinen vielfältigen Angeboten bietet der historische Hof den Besucher:innen ein ganzheitliches und nachhaltiges Erlebnis, das die Bedeutung der Landwirtschaft und des ländlichen Lebens in der heutigen Zeit aufzeigt. Selber­machen früher und heute Selbermachen ist ein uraltes Prinzip – und zugleich aktueller denn je. Über Jahrhunderte war es selbstverständlich, Dinge mit den eigenen Händen herzustellen, zu reparieren, weiterzugeben oder mehrfach zu verwenden. Kleidung wurde geflickt oder umgenäht, Werkzeuge instandgesetzt, Haushaltsgegenstände ausgebessert und Materialien so lange genutzt, bis sie wirklich unbrauchbar waren. Selbermachen war Teil des Alltags, Ausdruck handwerklicher Fertigkeiten oder oft eine schlichte Notwendigkeit. Schon früh wurde das Selbermachen auch ideologisch aufgeladen. Der Pädagoge Rudolf Zacharias Becker formulierte 1788 den vielsagenden Satz: „Selbst gesponnen, selbst gemacht, Rein dabei – ist Bauern=Tracht.“ Darin spiegelt sich ein Ideal von Tugend, Fleiß, Genügsamkeit und Autarkie. Das Selbermachen wurde zum Gegenbild von Luxus, Verschwendung und Abhängigkeit von importierten Waren. Es konnte als gesellschaftliches und politisches Programm verstanden werden, das ländliche Selbstversorgung romantisierte und zugleich normierte. Im 20. Jahrhundert veränderten sich die Bedingungen des Selbermachens. Vieles verlagerte sich in Schule, Haushalt und Freizeit. „Handarbeit“ und „Heimwerken“ prägten Generationen, meist in klar geschlechtsspezifischer Zuordnung. Gleichzeitig blieb das Improvisieren in Krisen- und Mangelzeiten unverzichtbar. Objekte aus der Zwischenkriegszeit, den Kriegsjahren und der unmittelbaren Nachkriegszeit erzählen davon, wie eng Nachhaltigkeit und Not miteinander verbunden sein konnten. Heute erlebt „Do It Yourself!“ erneut eine Konjunktur: Repair-Cafés, Näh-Cafés, offene Werkstätten und Online-Tutorials machen Selbermachen zum Ausdruck von Kreativität und Gemeinschaft. Die Ausstellung nähert sich diesem Themenfeld aus unterschiedlichen Perspektiven. Der Auftakt „Vom Tretkurbelrad zur Bike Kitchen“ spannt einen Bogen von einem hölzernen Fahrrad aus Ebensee (um 1870), das aus Mangel an leistbaren Alternativen entstand, zu einem zeitgenössischen Freakbike aus einer offenen DIY-Werkstatt. Unter dem Titel „Selbstgemacht – ein Mythos!?“ geht die Ausstellung einer populären Vorstellung nach: dem sogenannten Bauernmöbel. Auch wenn diese Stücke meist nicht von Bauern selbst hergestellt wurden, können die Techniken der Bemalung heute weiterhin ganz einfach erlernt und angewendet werden. Der Schwerpunkt „Selbermachen im Bild“ zeigt eine nach dem Zweiten Weltkrieg erworbene Fotosammlung bäuerlicher Selbstversorgung, deren Aufnahmen vom Verschwinden bedrohte Praktiken dokumentieren. Flachsanbau und -verarbeitung, Spinnen, Brotbacken, Mostherstellung, Besenbinden, Zaunringflechten oder die Ernte verschiedener Feldfrüchte sind zu sehen. Doch wie authentisch sind die oft inszenierten Aufnahmen, und welche Bilder von Heimat und Identität schreiben sie bis heute fort? Ein zentrales Thema ist das Reparieren: Vom Rastelbinder über geflickte Alltagsgegenstände bis hin zur Reparaturtechnik Kintsugi wird deutlich, dass Instandsetzen eine Haltung gegenüber Dingen ausdrückt. Heutige Repair-Cafés – etwa jenes in St. Florian – führen Reparieren als gemeinschaftliche und nachhaltige Praxis fort. Der Abschnitt „Do it together!“ macht schließlich deutlich, dass Selbermachen häufig kollektives Tun ist – und dass dort, wo viele Hände zusammenwirken, mehr entsteht. Natur aktiv gestalten Wie sieht ein „Garten des Grauens“ für Tiere aus – und was macht einen Lebensraum artenreich? Die Natur-Ausstellung führt in drei Innenräumen und einem Outdoor-Rundgang durch Hecke, Wiese, Steinmauer und Totholz. Tierpräparate zeigen, welche Tiere diese Strukturen brauchen und wie alltägliche Entscheidungen – vom perfekt getrimmten Rasen bis zu versiegelten Flächen – die Tierwelt beeinflussen. Draußen veranschaulicht ein Rundgang konkrete Artenschutzmaßnahmen, die sich auch zuhause umsetzen lassen. Österreich zählt zu den artenreichsten Ländern Mitteleuropas. Unterschiedliche Landschaften, Höhenlagen und Klimazonen schaffen vielfältige Lebensräume – von den Alpen bis ins Flachland. Doch diese Vielfalt gerät zunehmend unter Druck. Straßenbau, Siedlungswachstum, intensive Landwirtschaft und der Klimawandel lassen Lebensräume schrumpfen und zerschneiden sie. Viele Tier- und Pflanzenarten gehen zurück. Diese Entwicklung zeigt sich nicht nur in Schutzgebieten oder entlegenen Landschaften, sondern unmittelbar vor der Haustür. Schottergärten, sterile Rasenflächen, versiegelte Böden, immergrüne Monokulturen, Pestizide, grelles Nachtlicht, Laubbläser oder Rasenroboter stehen exemplarisch für Formen der Gestaltung, die Natur ordnen, kontrollieren oder verdrängen, anstatt mit ihr zu arbeiten. Solche „Gärten des Grauens“ erscheinen gepflegt und praktisch, sind für Tiere und Pflanzen jedoch oft lebensfeindlich. Dem setzt die Ausstellung konkrete Gegenbilder entgegen. Wichtige Lebensräume werden vorgestellt, doch auch deren Bewohner:innen sind in Form von Tierpräparaten präsent: Von Säugetieren wie Igel, Siebenschläfer oder Fledermäusen über Reptilien und Amphibien bis hin zu einer großen Vielfalt an Vögeln und Insekten. Ein Quiz lädt dazu ein, das Außengelände mit Blumenwiesen, offenem Ziegelwerk, Schwalbennestern, Habitatbäumen und Totholzhaufen spielerisch zu erkunden. Kuratiert von Hannah Konrad
Ausstellungen | Ausstellung

Traces of life

Ursulinenhof Linz

Elina Feil – Lea Podobri – Ursula Neumann – Lena Steinbichler – Nicolas Oskar Triebaumer Young@Art – Zeig uns dein Talent ist der bedeutendste Kreativ­wettbewerb für junge Talente in Oberösterreich. Ein Haupt­preis ist der jährlich vergebene Young@Art Art Award. Der Preis umfasst eine professionell begleitete Ausstellung im Glaskubus der OÖ Landes-Kultur GmbH , die die jungen Künstler:innen mitkonzipieren und mitgestalten. Die diesjährigen fünf Preisträger:innen zeigen aktuelle künstlerische Arbeiten quer durch die unterschiedlichen Genres und Medien und eröffnen erfrischende Einblicke in die Themenwelten junger Kreativer. Elina Feil // * 2009 in Bad Ischl Sie besucht derzeit das BG Bad Ischl. Elina Feil beschäftigt sich in ihren groß­formatigen Malereien mit brand­aktuellen Themen und gesellschaftlichen Tabus. Ihre Bilder erzählen einfühlsam von inneren wie äußeren Ausnahme­zuständen, wie Kriegs­schauplätzen oder Depression. Lea Podobri // * 2008 in Linz Sie besucht derzeit die HBLA für künstlerische Gestaltung in Linz. In ihren feinen Bleistift­zeichnungen beschäftigt sich die junge Künstlerin mit Fragen zum existenziellen Zusammen­spiel von Leben und Tod: Aus knöchernen Tier­schädeln blicken uns beinahe vorwurfsvoll wirkende Augen entgegen. Trotz der düsteren Stimmung entsteht eine besondere Harmonie zwischen Schönheit und Endlichkeit. Ursula Neumann // * 2008 in Linz Sie besucht ebenfalls die HBLA für künstlerische Gestaltung in Linz. Ihre präzisen Ölmalereien und Kreide­zeichnungen zeigen neben nachdenklichen Inhalten auch die bunte Viel­stimmigkeit von Musik: Ihre Serie farbenfroher Hände, die Trompete, Harfe oder Klavier spielen, machen die Lebendigkeit des Musizierens unmittelbar spürbar. Lena Steinbichler // * 2007 in Vöcklabruck Sie ist derzeit Schülerin der Handels­akademie Auhof in Linz. Auch sie setzt sich in ihren Werken kritisch mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinander: Der Einfluss von Technologie und Medien auf die Menschen oder auch die bereits spürbaren klimatischen Veränderungen rufen beunruhigende Zukunfts­visionen hervor. Nicolas Oskar Triebaumer // * 2008 in Eisenstadt Er ist im Abschluss­jahr der Bildhauerei­klasse der HTBLA Hallstatt. Seine installativen Werke befassen sich sehr erzählerisch mit Konsum­wahn und Über­sättigung. In einer weiteren Arbeit zeigt Nicolas Triebaumer eine abstraktere Form, die sich bei genauerem Hinsehen als gekonnt reduzierte Darstellung eines Rennrad­fahrers entpuppt. Eintritt frei Öffnungszeiten MO – FR 10:00 – 19:00 (SA geschlossen)
Ausstellungen | Ausstellung

Georg Peter­michl - Universal thoughts: Kleinstes gemein­sames Vielfaches

Francisco Carolinum Linz

In seiner Ausstellung richtet Georg Petermichl (*1980 in Linz) den Fokus auf Fotografie als soziales und psychologisches Instrument. Ausgehend vom kleinsten persönlichen Kosmos – der eigenen Familie und dem Freundes­kreis erweitert er den Blick auf größere Zusammen­hänge wie Massen­tourismus, kollektive Sehnsüchte und geteilte kulturelle Praktiken. Zentrale Werk­gruppen der Ausstellung kreisen um das familiäre Archiv sowie um fotografische Studien, in denen sich Petermichl z.B. den Freizeit­praktiken nähert – etwa durch Aufnahmen von touristischen Orten, an denen sich Menschen­mengen nach klaren, beinahe choreografierten Mustern bewegen. Ihn interessiert dabei weniger die moralische Bewertung als das genaue Hinsehen: Wie entstehen kollektive Rituale? Wann tritt aus der Masse das Individuum hervor? In vergrößerten Fotografien aus privaten Fotoalben wird Familie nicht nur als biografischer Ursprung sichtbar, sondern als Projektions­fläche für Erinnerung, Autorität und Nähe. Vertrautes neu betrachten Zwischen Fotografie, Film, Objekt und Installation entfaltet sich ein Ausstellungs­parcours, der Fotografie als Medium sozialer Beziehungen begreift. Die Ausstellung lädt dazu ein, scheinbar vertraute Bilder neu zu lesen – als Ausdruck gemeinsamer Sehnsüchte, geteilter Regeln und eines „kleinsten gemeinsamen Vielfachen“, das individuelles Erleben und gesellschaftliche Wirklichkeit miteinander verbindet. Die Ausstellung fragt danach, was Menschen antreibt, wie Erinnerungen formiert werden und welche Rolle Fotografien als Träger von Identität, Projektion und sozialer Realität spielen. Kuratiert von Maria Venzl Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00
Ausstellungen | Ausstellung

Wiedereröffnung Ausstellungswelt

voestalpine Stahlwelt

NEUE PERSPEKTIVEN Nach dem rund zweijährigen Umbau öffnet die voestalpine Stahlwelt am 23. Juni 2026 den neu gestalteten Ausstellungsbereich. Dieser wurde architektonisch, technisch und inhaltlich umfassend modernisiert. Offene Räume, neue Sichtachsen und digitale Inszenierungen eröffnen neue Perspektiven auf die voestalpine. Enter the Grid Zentrales Element des Ausstellungskonzepts ist der Grid, eine hängende, begehbare Konstruktion aus insgesamt rund 138 Tonnen Stahl, davon 40 Tonnen in der greentec steel Edition. Der Grid bildet das räumliche und inhaltliche Rückgrat der neuen Ausstellung. Als offenes, vernetztes System macht er sichtbar, wofür die voestalpine steht: technologischer Anspruch, Innovationskraft und die Transformation zu einer Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen. Die Struktur verbindet Inhalte, Exponate und Besucher:innen miteinander. Über den gesamten Grid verteilen sich rund 8.500 einzeln ansteuerbare LED-Lichtpunkte, die eine einzigartige, dynamische Lichtinszenierung ermöglichen. Die bauliche Umsetzung des Grids erfolgte durch voestalpine Krems Finaltechnik, der eingesetzte Stahl kommt von der voestalpine Stahl in Linz. Die Besucherinnen und Besucher erleben die Inszenierung der Ausstellungselemente in mehreren Dimensionen, Sichtachsen nach oben und unten geben Perspektiven, die zum Staunen und Verweilen einladen. Besondere Aussstellungsobjekte Die voestalpine Stahlwelt präsentiert auf fünf völlig neu gestalteten Ebenen, drei davon im Grid, die voestalpine als global tätige Unternehmensgruppe in den unterschiedlichen Geschäftsbereichen, von Premium-Produkt- und Systemlösungen für die Automobil- und Maschinenbauindustrie sowie der Luftfahrt- und Energieindustrie bis hin zu Bahninfrastruktursystemen, Medizintechnik und Spezialprofilen. Die Ausstellung vermittelt außerdem Basiswissen über den Werkstoff Stahl, seine Herstellung, Weiterverarbeitung und Einsatzmöglichkeiten. Besonders Augenmerk wird dabei auf greentec steel gelegt, dem Stufenplan der voestalpine zur Transformation ihrer Stahlproduktion. Bei einigen Ausstellungsobjekten wie Karosserieteilen, Hochgeschwindigkeitsweichen oder Elementen von Flugzeugaufhängungen ist die Verbindung zur voestalpine klar. Bei anderen wie einem Astronautenhelm, einem Surfbrett, einer Rennrodel oder einem Sparschwein bedarf es eines genaueren Blicks, warum sie in der voestalpine Stahlwelt ihren Platz gefunden haben. In der Ausstellung eröffnen sich neue interessante Blickwinkel auf die voestalpine und die Produkte, in denen der Stahl der voestalpine verarbeitet ist. Digitales Erlebnis Die Ausstellung verbindet klassische Inhalte mit moderner digitaler Vermittlung. Alle Besucher:innen erhalten ein Tablet, das multimediale Erlebnisse ermöglicht. An interaktiven Stationen können außerdem komplexe Themen anschaulich erklärt werden. Achtung: Die Ausstellung enthält visuelle Effekte (z. B. flackerndes Licht), die bei Personen mit Photosensibilität gesundheitliche Probleme oder Anfälle auslösen können.
Ausstellungen | Museum

voestalpine Stahlwelt

Eine neue Welt entsteht Wiedereröffnung - Neue Touren ab 13. Juli 2026 Nach dem rund zweijährigen Umbau öffnet die voestalpine Stahlwelt am 23. Juni 2026 den neu gestalteten Ausstellungsbereich. Dieser wurde architektonisch, technisch und inhaltlich umfassend modernisiert. Offene Räume, neue Sichtachsen und digitale Inszenierungen eröffnen neue Perspektiven auf die voestalpine.
Ausstellungen | Ausstellung

Archäologie

Schlossmuseum Linz

Neu­eröffnung der Dauer­ausstellung Tag der offenen Tür am 28.06.26 12:00 und 14:00 Kurator:innenführung mit Jutta Leskovar und Stefan Traxler 11:00–16:00 Familien- und Kreativstationen Wie kleideten sich unsere Vorfahren, woraus wurden ihre Häuser, Werkzeuge oder Schmuckstücke hergestellt und wie sah ihr Alltagsleben aus? Interaktive Vermittlungsboxen laden Familien dazu ein, in das Leben früherer Zeiten – von der Altsteinzeit bis zu den Römern - einzutauchen und Archäologie spielerisch zu begreifen. Mit der neuen Dauerausstellung Archäologie ermöglicht das Schlossmuseum bei freiem Eintritt einen Rundgang durch die Geschichte Oberösterreichs von der Jungsteinzeit bis zu den Römern. In mehreren Räumen werden archäologische Highlights, aktuelle Projekte und Forschungsergebnisse präsentiert und vermittelt. Den Beginn macht die Schatzkammer mit sechs außergewöhnlichen Highlightobjekten. Im zweiten Raum stehen die Methoden der Archäologie im Mittelpunkt. Hier ist auch die jüngst entdeckte Medusa von Hallstatt zu sehen, die zu den bedeutendsten Einzelfunden aus der römischen Antike in Oberösterreich zählt. Weitere drei Räume widmen sich einer Besonderheit Oberösterreichs: Mit vier UNESCO-Welterbestätten verfügt Oberösterreich über ein außergewöhnlich dichtes kulturelles Erbe von internationaler Bedeutung. Drei davon stehen in direktem Bezug zu Archäologie, Ur- und Frühgeschichte: die prähistorischen Pfahlbauten, die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut mit der herausragenden Bedeutung Hallstatts sowie der Donaulimes. Die Ausstellung beleuchtet diese drei Orte von weltweiter Relevanz und zeigt, wie eindrucksvoll sie die landschaftliche und kulturelle Vielfalt sowie die historische Tiefe Oberösterreichs widerspiegeln. Der sechste Raum ist dem römischen Linz gewidmet, wo unter anderem die neuesten Erkenntnisse aus dem Projekt „Archäologischer Plan Lentia/ Linz“ präsentiert werden. Ein Sonderausstellungsraum ergänzt die Dauerausstellung mit wechselnden Themen.
Ausstellungen | Ausstellung

Gerhard Haderer

Schlossmuseum Linz

Gerhard Haderer – dieser Name steht für pointierte, humorvolle Zeichnungen und treffende Kommentare des Zeitgeschehens – kunstvoll auf Papier gebracht. Haderers Karikaturen laden durch ihre fotorealistische Anmutung dazu ein, sie näher zu betrachten. Dann erwischen sie uns eiskalt mit ihrer anfangs noch verborgenen Botschaft, die uns staunen, lachen, wundern und grübeln lässt. POINTIERTER KOMMENTATOR Der Name des Künstlers ist auch Titel dieser Ausstellung mit einer bunten Auswahl seiner jüngsten Cartoons – mit zugespitzten Kommentaren zu Politik, Sport, dem Alltagsleben und dem Weltgeschehen. Darunter Tiere, die internationalen Politikern verblüffend ähnlich sehen, Polizisten, die dem Darknet auf der Spur sind, oder Venezianer: innen, die sich über ankommende Touristenmassen freuen. Alles garantiert handgezeichnet! Anhand einiger Skizzen blickt man hinter die Kulissen und entdeckt, wie diese Bilder entstehen. Dass Haderer vielseitig sein kann, hat er bereits mehrfach bewiesen. So zeichnet er regelmäßig sein Comic „Moff “ in Schwarz-Weiß, malt Bilder in Öl, holte Politiker als Puppen ins Theater, gründete die Schule des Ungehorsams und steht mit seiner Cartoonshow live auf der Bühne. LEIDENSCHAFTLICHER ZEICHNER Seine wahre Leidenschaft ist aber das Zeichnen. Daraus sind nun ganz eigene, neue Bilder entstanden, die in dieser Ausstellung erstmals zu sehen sind – eine Weltpremiere! Feinste Tuschezeichnungen, aufs Wesentliche reduziert, mit gekonnt eingesetzten Farbelementen öffnen eine sanfte Welt, in der der einzelne Augenblick zählt. Zu sehen sind berührende Szenen, Porträts bekannter Persönlichkeiten, bunte Clowns, Ritter bei den Weight Watchers, oder Gegensätze, die sich auf der Straße begegnen. Kuratiert von Julia Haderer und Christoph Haderer Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Weitere Ausstellungen Im Karikaturmuseum Krems ist von 18.07.26 – 30.06.27 die Ausstellung Dieser Haderer zu sehen.
Ausstellungen | Ausstellung

ACAKORO Kunst Charity

Schlossmuseum Linz

Der Verein ACAKORO freut sich auf Kunstinteressierte bei der diesjährigen Kunst Charity im Schlossmuseum Linz! Mehr als 60 Exponate von Künstlerinnen und Künstlern gibt es zu sehen, zu bestaunen und zu erwerben! Die Erlöse unterstützen Kinder der Fußballschule ACAKORO in Kenia. Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00
Ausstellungen | Ausstellung

Sepp Auer - Linie · Fläche · Raum

Schlossmuseum Linz

Das Schlossmuseum Linz würdigt das Spätwerk und das ungebrochene künstlerische Schaffen des österreichischen Bildhauers und Installations­künstlers Sepp Auer mit der Präsentation von Arbeiten der letzten fünf Jahre. Dem Bild Raum geben. Sepp Auers konzeptuelle und minimalistische Arbeiten gehen vom Bild aus und entfalten sich skulptural im Raum zu vielschichtigen, präzise gesetzten Installationen. Seine Werke sind mit Text und Schrift, Stützen oder Barrieren versehen. Sehgewohnheiten werden herausgefordert, Wahrnehmungs­muster aufgebrochen und neue Perspektiven auf Linie, Fläche und Raum eröffnet. Die Bild-Objekte kommentieren die Gegenwart und fallen mit dem für Sepp Auer charakteristischen feinen Humor aus dem Rahmen. Sepp Auer Geboren 1939 in Braunau am Inn, lebt und arbeitet in St. Peter am Hart in Oberösterreich. Von 1975 bis 2004 lehrte der Künstler und gelernte Schlosser an der Universität für angewandte Kunst Wien. In dieser Zeit hat er viele Künstler:innen und die abstrakte Bildhauerei in Österreich maßgeblich geprägt. Neben zahlreichen Arbeiten im öffentlichen Raum ist sein Werk in internationalen Museen sowie in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Courtesy: Christine König Galerie, Wien christinekoeniggalerie.com/artists/sepp-auer Kuratiert von Genoveva Rückert Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Führungen: So, 10.05.26, 16:00 / Fr, 19.06.26, 16:00 Kombi-Führung zusammen mit „Dietmar Brehm. Punkt und Echo“ Do, 17.09.26, 16:00 Kuratorinnen­führung mit Genoveva Rückert (Anmeldung: kulturvermittlung@ooelkg.at)
Ausstellungen | Ausstellung

Max Pech­stein - Aben­teu­er Expressionismus

Lentos Kunstmuseum Linz

Die umfas­sen­de Retro­spek­ti­ve zeigt zen­tra­le Wer­ke aus meh­re­ren Schaf­fens­pha­sen von Her­mann Max Pech­stein (1881 – 1955). Neben Dres­den und Ber­lin waren Fischer­dör­fer an der Ost­see­küs­te sei­ne wich­tigs­ten Schaf­fen­sor­te. Dem Ber­li­ner Publi­kum wur­den sei­ne Wer­ke ab 1913 im Kunst­sa­lon Fritz Gur­litt prä­sen­tiert. Wolf­gang Gur­litt, seit 1907 Inha­ber der Gale­rie, unter­stütz­te zudem Pech­steins Rei­se in die Süd­see. Auf den Palau-Inseln such­te der expres­sio­nis­ti­sche Maler ein Leben im Ein­klang mit der Natur, doch der Ers­te Welt­krieg been­de­te sein Aben­teu­er früh­zei­tig. Nach dem Krieg fand Pech­stein in Ber­lin zu neu­er krea­ti­ver Ener­gie. 1937 wur­den über 500 sei­ner Wer­ke im Zuge der Akti­on ​„Ent­ar­te­te Kunst“ der Natio­nal­so­zia­lis­ten beschlag­nahmt. Aus der Erin­ne­rung gemal­te Moti­ve von sei­ner Süd­see­rei­se tauch­ten in sei­nem Spät­werk in leuch­ten­den Far­ben wie­der auf. In einem Linz-spe­zi­fi­schen Schwer­punkt ­wird Pech­steins beson­de­re Bezie­hung zu Gur­litt beleuch­tet. Über 100 Wer­ke, dar­un­ter Por­träts, Ost­see­bil­der und Süd­see­mo­ti­ve, sind in der Schau erst­mals in Öster­reich zu sehen. Kura­to­rin: Bri­git­te Reutner-Doneus In Koope­ra­ti­on mit: KUNST­SAMM­LUN­GEN ZWI­CKAU Max-Pech­stein-Muse­um, Max Pech­stein Stif­tung und Insti­tut für Kulturaustausch (Bild: Max Pechstein, Abend im Hafen von Leba, 1951, Privatbesitz, © 2026 Pechstein – Hamburg / Berlin, Foto © Foto-Atelier LORENZ, Zschorlau; KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum)
Ausstellungen | Ausstellung

Bauern­krieg 1626.
Zwischen Geschichte und Fiktion

Schlossmuseum Linz

Das Jahr 1626 steht geradezu sympto­matisch für jenen rasanten Wandel, in dem sich Europa Anfang des 17. Jahr­hunderts befand. Die Ausstellung zeigt ebendiese Vor- und Kontext­bedingungen, die zum bewaffneten Auf­stand im Land ob der Enns führen sollten. Sie bietet Einblick in die von multiplen Krisen geprägten Lebens­welten der Bevölkerung und folgt den anfänglichen Erfolgen der Auf­ständischen im Mai 1626 über die letztlich scheiternde Belagerung des Linzer Schlosses bis hin zu ihren verheerenden Niederlagen im November des Jahres. Den sechs Monaten des bewaffneten Aufstandes folgten 400 Jahre der Geschichte und Geschichts­schreibung. In dieser Zeit wurden die Ereignisse des Aufstandes vor dem Hinter­grund wechselnder Interessen stets neu gedeutet und zum Gegen­stand politischer Instrument­alisierung gemacht. Aus der Perspektive einer Gesellschaft des 21. Jahr­hunderts thematisiert die Ausstellung diesen Prozess des Erinnerns und Gedenkens über vier Jahr­hunderte hinweg und fragt danach, wie dieser die Erzählung des Ober­österreichischen Bauern­kriegs bis heute prägt. Kuratiert von Konstantin Ferihumer Kuratoren­führungen mit Konstantin Ferihumer: Di, 12.05.26, 16:00 / Mi, 07.10.26, 16:00 / Mi, 16.12.26, 16:00 (Anmeldung erforderlich unter kulturvermittlung@ooelkg.at oder +43 732 7720 522 22) Öffentliche Führung jeden Do, 16:00 / jeden Sa, 14:00 Mehr zum Programm der communale oö 2026 unter www.communale.at
Ausstellungen | Ausstellung

What a view!

Francisco Carolinum Linz

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Fotografie initiierte das Francisco Carolinum einen offenen Fotowettbewerb, der Fotografie in ihrer gesamten Bandbreite feiert, möglichst viele Menschen in Oberösterreich einbindet und sowohl professionelle als auch nicht-professionelle Fotograf:innen sichtbar macht. Das Projekt umfasste zwei Wettbewerbsschienen – eine für künstlerische Fotografie, die sich an Künstler:innen sowie an die Kunst- und Fotoszene Oberösterreichs richtete. Einstimmig sprach die hochkarätige Jury den neu etablierten Preis für künstlerische Fotografie Erli Grünzweil (geb. 1992 in Rohrbach) zu. Mit dieser Entscheidung wird eine spannende, aufstrebende Position der österreichischen Kunstszene ausgezeichnet – und zugleich ein Signal für die Förderung zeitgenössischer Perspektiven gesetzt. Zum Jury-Statement Bei einem Hobbywettbewerb, der in Kooperation mit den OÖ Nachrichten und der Energie AG OÖ erfolgte, waren Oberösterreicher:innen eingeladen, sich bei den Themen Natur und Landschaft fotografisch einzubringen. Die 30 meistgewählten Fotografien werden nun ebenfalls im Francisco Carolinum ausgestellt. Doch der partizipative Gedanke endet nicht im digitalen Raum: Während der Ausstellungsdauer können Besucher:innen vor Ort ihren finalen Favoriten wählen. So entsteht ein lebendiger Dialog zwischen Publikum und Institution – und ein demokratischer Zugang zur Bildauswahl. Kuratorinnen: Sandra Kratochwill, Genoveva Rückert Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Themenführung Fotografie: Fr, 08.05.26, 16:00 / So, 21.06.26, 16:00 mit ewa partum / Annegret Soltau / Georg Petermichl / Some Secrets On Photography
Ausstellungen | Ausstellung

Die Oberösterreicherin.
Dirndl. Kleid

Schlossmuseum Linz

Frau trägt Tracht in Oberösterreich. Jede Generation trägt ihr eigenes Kleid und doch gibt es Entwicklungslinien, die über Jahrzehnte und Jahrhunderte fortdauern. Die Oberösterreicherin war in ihrer Kleiderwahl immer schon neugierig auf Neuheiten, die sie gerne übernahm, sofern es ihre Möglichkeiten erlaubten. Dabei verblieb sie aber in regionalspezifischen Traditionen, die sich an Details äußern. Nach dem Ende der Kleiderordnungen Mitte des 18. Jahrhunderts konnte sich so eine eigene oberösterreichische Kleidertradition entwickeln. Neben dem Landesanzug entwickelte sich so auch für die Oberösterreicherin eine Tracht, die als Landestracht fortdauert und nun zeitgemäße Impulse bekommen soll. In den letzten Monaten waren die Oberösterreicher:innen im Zusammenwirken mit der WKOOE Mode & Bekleidungstechnik aufgefordert, sich mit einer Neuentwicklung der Landestracht für die Oberösterreicherin zu beschäftigen. Basis der Auseinandersetzung war die historische Vielfalt an Damenbekleidungsstücken aus dem 18. bis 20. Jahrhundert aus der Sammlung des Oberösterreichischen Landesmuseums. Das Zusammenwirken von Tracht und Mode, Gesellschaft, Politik und Geschichte ergab eine Vielfalt an Kleidertraditionen mit großen historisch geprägten Verschiedenheiten, die bis heute fortdauern. Deutlich unterscheidbar ist das Salzkammergut vom Zentralraum, das Mühlviertel vom Innviertel und Hausruckviertel. Hier eine Klammer für ganz Oberösterreich zu finden, ist eine Herausforderung. Gefragt war nach einem zeitgemäßen Kleid, einer Tracht oder auch einem Kostüm. Unter den 46 Einsendungen sind von einer Fachjury 7 spannende Entwürfe ausgewählt worden, die den Spagat zwischen Tradition und Zukunft spannen. Die Besucher:innen sind aufgefordert, ihre Favoritin für die „Oberösterreicherin.Dirndl.Kleid“ auszuwählen. Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Mi, 25.03.26, 17:30 Eröffnung / mit Anmeldung Führungen Kurzführungen (30 Min.), Eintritt frei mit der OÖ Familienkarte Di, 31.03.26, 15:00 und 16:00 Mi, 01.04.26, 15:00 und 16:00 Do, 02.04.26, 15:00 und 16:00 Führung So, 19.04.26, 14:00 So, 16.08.26, 14:00 Kuratorinnenführung mit Thekla Weissengruber Do, 28.05.26, 16:00 Do, 24.09.26, 16:00 (Anmeldung bis jeweils 2 Tage vor Termin unter kulturvermittlung@ooelkg.at oder +43 732 7720 522 22)
Ausstellungen | Ausstellung

200 Jah­re Fotografie

Lentos Kunstmuseum Linz

Im Jahr 1826 gelang es dem fran­zö­si­schen Erfin­der Joseph Nicé­pho­re Niép­ce, den Blick aus sei­nem Arbeits­zim­mer dau­er­haft auf einer beschich­te­ten Zinn­plat­te fest­zu­hal­ten. Die­ses Ereig­nis gilt heu­te als eine der Geburts­stun­den der Foto­gra­fie. Seit­her hat das Medi­um nicht nur unse­ren Blick auf die Welt ver­än­dert, son­dern auch die Bild­pro­duk­ti­on und Arbeits­wei­se von Künstler:innen nach­hal­tig geprägt.
Ausstellungen | Ausstellung

Made in Linz

Nordico Stadtmuseum Linz

Von klei­nen Ein­zel­un­ter­neh­men bis zu Fir­men mit tau­sen­den Mitarbeiter:innen: Die Wirt­schafts­land­schaft von Linz ist viel­fäl­tig und ste­ti­gem Wan­del unter­wor­fen. Die­ser spannt sich von frü­hen Indus­trie­be­trie­ben wie der Woll­zeug­fa­brik des 17. Jahr­hun­derts bis zu den inno­va­ti­ven Start-ups der Gegen­wart. Die Aus­stel­lung Made in Linz wid­met sich aus­ge­wähl­ten regio­na­len Pro­duk­ten aus Han­del, Indus­trie und Hand­werk. Die exem­pla­ri­sche Aus­wahl umfasst einen Zeit­raum von mehr als 175 Jah­ren – von der Nie­metz Schwe­den­bom­be und der Keli Limo­na­de bis zu inter­na­tio­nal agie­ren­den Unter­neh­men wie Rosen­bau­er oder Dyna­trace. Allen gemein­sam ist ihre topo­gra­fi­sche und his­to­ri­sche Ver­bin­dung zur Stadt Linz. In kom­pak­ten Sta­tio­nen erzählt die Schau die Geschich­ten prä­gen­der Betrie­be und rückt zugleich die Men­schen hin­ter den Unter­neh­men in den Fokus: Gründer:innen mit Pio­nier­geist, Fami­li­en­be­trie­be über Gene­ra­tio­nen hin­weg und Fir­men, die zu wich­ti­gen Arbeit­ge­bern der Stadt wur­den. Eine Kolo­ni­al­wa­ren­hand­lung aus Urfahr von 1913, Model­le gro­ßer Fabriks­an­la­gen oder aktu­el­le Inter­views ver­an­schau­li­chen das The­ma neben einer Fül­le von Pro­duk­ten. Die Aus­stel­lung wirft einen Blick auf den krea­ti­ven Kos­mos der Stadt und zeigt ein leben­di­ges Bild des wirt­schaft­li­chen Schaf­fens in Linz – mit dem Ziel, das Bewusst­sein für die Viel­falt des hei­mi­schen Mark­tes zu stärken. Künstler:innen Leo Adler, Karl Czap, Gre­gor Graf, Katha­ri­na Gru­zei, Wil­helm Höhnel, Anton Keh­rer, Ulrich Keh­rer, Johann Mat­thi­as Krin­ner, Hans Lang, Franz Mich­alek, Alfons Ort­ner, Josef Pausch, Erwin Rach­bau­er, Chris­ti­an Sche­pe, Alo­is Schwarz, Fer­di­nand Weeser-Krell, Edu­ard Wie­sin­ger, Hans Wöhrl, Rein­hard Zach Kura­to­rin­nen: Andrea Bina, Michae­la Nagl Mit­ar­beit: Julia Brun­ner, Lisa Schmidt Aus­stel­lungs­ge­stal­tung: ANY:TIME architekten Gra­fi­sche Gestal­tung: Vere­na Hochleitner Publikation: Zur Aus­stel­lung erscheint das gleich­na­mi­ge Buch im Ver­lag Anton Pus­tet, Salz­burg. Hrsg. von Andrea Bina und Michae­la Nagl. Mit Tex­ten von Ste­fan Groh, Johan­nes Jet­sch­go, Micha­el John, Roman Sand­gru­ber und Anna Trat­ter sowie Bei­trä­gen von Andrea Bina, Julia Brun­ner, Tobi­as Hag­leit­ner, Klau­dia Kres­leh­ner, Michae­la Nagl, Sebas­ti­an Pirin­ger, Lisa Schmidt und Georg Wil­bertz. Gra­fik: Vere­na Hoch­leit­ner 352 Sei­ten, € 34 Die Aus­stel­lung wird unter­stützt von der WKO Wirt­schafts­kam­mer Ober­ös­ter­reich Linz-Stadt, dem Büro Stadt­re­gie­rung | Wirt­schaft, Inno­va­ti­on, Kli­ma­schutz und EU und dem Kauf­manns­mu­se­um Has­lach. Das afo archi­tek­tur­fo­rum ober­ös­ter­reich rea­li­siert gemein­sam mit der Kunst­uni­ver­si­tät Linz (Stu­dio Städ­te­bau) die Aus­stel­lung Linz…in Arbeit (9.4. bis 26.6.26).
Ausstellungen | Ausstellung

Some Secrets on Photo­graphy

Francisco Carolinum Linz

Als 1826 die erste Fotografie auf einer mit Asphalt beschichteten Zinn­platte acht Stunden lang belichtet wurde, konnte sich niemand vorstellen, wie selbst­verständlich die Fotografie für uns einmal sein würde. Und obwohl wir längt im postfotografischen Zeitalter angekommen sind, begleitet uns die leise Ahnung, dass noch nicht alle Geheimnisse rund um die Fotografie enthüllt sind. Sechs KünstlerInnen nehmen die Spuren solcher potenzieller Geheimnisse auf: Pascal Petignat + Martin Scholz suchen nach Chemie­flecken im Haus des Erfinders der Fotografie Nicéphore Niépce, Peter Schreiner entlockt einer nüchternen Instructional Photography verborgene Details, Gregor Schmoll enthüllt das Atelier als leeres Behältnis, das mit Arbeiten aufgefüllt wird, Isabelle le Minh setzt übersehene Details der Fotografie- und Apparate­geschichte in Szene und Sebastian Riemer legt schließlich das Ende der analogen Fotografie in ausrangierten Materialien frei. Sie alle erzählen Geschichten über die Fotografie und beleuchten Unbekanntes. Die gezeigten Arbeiten selbst sind nicht immer Fotografien, aber auf eine intelligente, schöne und humorvolle Art Werke über ein Medium, dessen 200. Geburtstag wir feiern. Kuratorin: Ruth Horak Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Do, 05.03.26, 19:00 Eröffnung / mit Anmeldung Führungen So, 15.03.26, 16:00 Themenführung Fotografie: ewa partum / Annegret Soltau / Georg Fr, 08.05.26, 16:00 / So, 21.06.26, 16:00 Petermichl / Some Secrets On Photography Fr, 24.04.26, 16:00 Kuratorinnenführung mit Ruth Horak (Anmeldung: kulturvermittlung@ooelkg.at)
Ausstellungen | Ausstellung

Annegret Soltau - Unzensiert. Eine Retrospektive

Francisco Carolinum Linz

Annegret Soltau zählt mit ihrer eigenständigen, radikal feministischen Bildsprache zu den bedeutendsten Vertreterinnen der inszenierten Fotografie und Body Art in den 1970er- und 80er-Jahren. Gesellschaftliche Normen, Körperpolitik und weibliche Identität sind zentrale Themen ihrer Werke. Ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Schwangerschaft, Mutterschaft und Familie in den 1970er- und 80er-Jahren, in der sie komplexe Gefühlswelten, innere Konflikte und emotionale Zustände freilegt, ist einzigartig. Ihr Werk macht ihre weibliche Biografie konsequent zum Thema und bricht damit mit gesellschaftlichen Konventionen, die zum Teil noch immer gültig sind. Sie hinterfragt Rollenbilder und dekonstruiert Klischees über Mutterschaft und Familie. Bis heute brechen ihre Arbeiten Tabus, wenn sie uns eindringlich mit dem Altern des weiblichen Körpers und Fragen der Vergänglichkeit konfrontieren. Auch technisch geht die Künstlerin ihren eigenen Weg, sie entwickelt die für ihr Werk charakteristische Methode der Fotovernähung und -radierung. Immer wieder verstößt sie mit ihren Arbeiten gegen gesellschaftliche und ästhetische Konventionen und wird von der Öffentlichkeit zensiert. Die Retrospektive rückt ihr Gesamtwerk ins richtige Licht, etabliert die Künstlerin als wichtige Stimme der Gegenwartskunst und zeigt, wie relevant ihre Arbeiten über die Zeit geblieben sind. Eine Ausstellung des Städel Museums, Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Francisco Carolinum, Linz. Kuratorisches Grundkonzept Svenja Grosser, kuratiert von Michaela Seiser. Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Do, 26.02.26, 19:00 Eröffnung / mit Anmeldung Führungen So, 08.03.26, 16:00 WELTFRAUENTAGSPEZIAL: Kombi-Führung ewa partum/ Annegret Soltau So, 15.03.26, 16:00 Themenführung Fotografie: ewa partum / Annegret Soltau / Georg Fr, 08.05.26, 16:00 / So, 21.06.26, 16:00 Petermichl / Some Secrets On Photography
Ausstellungen | Museum

Museum Total im Francisco Carolinum Linz

Francisco Carolinum Linz

Die letzten Tage der Semesterferien bieten Kunst-, Kultur- und Natur­interessierten wieder jede Menge spannendes, inspirierendes und kreatives Programm. Museum total macht’s möglich: Mit einem einzigen Ticket können 8 Linzer Museen besucht werden. In allen Häusern gibt es an diesen Tagen ein Spezial­programm, vor allem für Familien. Bei Angeboten, für die eine Anmeldung erforderlich ist, wird empfohlen, sich so bald wie möglich Plätze zu sichern. Tour Total – Von Museum zu Museum Kulturinteressierte können sich bei Museum Total ganz gemütlich zu drei Linzer Museen kutschieren lassen: Mit dem City Express geht es nach einem Besuch im Lentos zum Schlossmuseum, wo faszinierende Erfindungen wie die Scheibenelektrisiermaschine oder das Museum Physikum vorgestellt werden. Danach geht es weiter in Ars Electronica Center. Sa, 21.02.26, 13:30–16:00 / Anmeldung erforderlich 13:30: Lentos Kunstmuseum: „Frech & sichtbar: Sticker selbst gemacht“ Wer ist im öffentlichen Raum zu sehen, wessen Stimme wird gehört? Angeregt durch die Ausstellung „Mädchen* sein!?“ werden persönliche Sichtbarkeitszeichen gestaltet. 14:30: Schlossmuseum: „Faszinierende Erfindungen vergangener Jahrhunderte“ In der Ausstellung „Technik Oberösterreich“ erzählen Exponate, wie die große Scheibenelektrisiermaschine oder die zum Teil kuriosen Objekte aus dem Museum Physikum, vom bemerkenswerten Innovationsgeist vergangener Zeiten. Ihre Geschichte zeigt den enormen Einfluss technischer Entwicklungen auf Gesellschaft und Kultur. 15:30: Ars Electronica Center: „Autonome Maschinen & abenteuerliche Mikrokosmonauten“ Maschinen sind allgegenwärtig, doch wie gehen wir mit ihnen um, wenn sie uns Dinge vorschlagen und auf uns reagieren? Das können Besucher:innen bei Interaktionen mit einem Roboterhund, einem Roboterarm und autonomen Fahrzeugen selbst ausprobieren. Das Biolabor eröffnet Einblicke in einen faszinierenden Mikrokosmos. PROGRAMM im Francisco Carolinum Linz Prompted Perspectives: Who Is AI Pretending to Be? Das Künstler:innenkollektiv Malpractice geht gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmer: innen und Flynn – der ersten KI-Kunststudierenden der Welt – der Frage nach, wie sehr dieselbe Technologie unterschiedliche Perspektiven einnimmt – je nachdem, wen wir wollen, dass sie verkörpert. Mitzubringen sind Smartphone und Ladekabel. Sa, 21.02.26, 12:00–13:30, Francisco Carolinum Linz Workshop mit Malpractice, ab 15 Jahren Mit Anmeldung bis jeweils 2 Tage vor Termin unter kulturvermittlung@ooelkg.at oder +43 732 7720 522 22 Das gesamte Programm finden sie unter museum-total.at
Ausstellungen | Ausstellung

Ewa Partum - conceptual exercises

Francisco Carolinum Linz

conceptual exercises ist Ewa Partums erste umfassende Ausstellung in Österreich. Die polnische Künstlerin verband seit Mitte der 1960er- Jahre bewusst feministische Intentionen mit konzeptuellen und ästhetischen Strategien. Parallel zu ihren Arbeiten mit Buchstaben, die häufig im öffentlichen Raum inszeniert wurden und ihren Mail-Art Aussendungen, setzte sie ihren eigenen nackten Körper als künstlerisches Werkzeug ein. the touch of a woman In der Ausstellung werden zentrale Werke der Künstlerin präsentiert. Im Außenraum, vor dem Museum, ist The Legality of Space installiert. Erstmals 1971 auf dem Freiheitsplatz in Łódź gezeigt, besteht die Installation aus Verkehrs- sowie selbst gestalteten Gebots- und Verbotsschildern und macht auf die staatliche Kontrolle des öffentlichen Raums aufmerksam. Für Change ließ sich die Künstlerin 1974 eine Hälfte ihres Gesichts als alternde Frau schminken und plakatierte 1978 rund 600 Poster dieser Transformation in der Stadt. In Self – Identification von 1980 collagierte sie ihren nackten Körper in Straßenszenen und betrat zur Ausstellungseröffnung nackt den Gehsteig vor der Galerie in dem Moment, als sich dort eine Hochzeitsgesellschaft vor einem Standesamt aufhielt. My touch is the touch of a woman – dieser Satz steht unter dem lippenstiftroten Kussmund auf einem ihrer Mail-Art-Blätter von 1971, versehen mit der Bemerkung poem by ewa. Mit conceptual exercises wird eine künstlerische Position vorgestellt, die intellektuell klar und präzise ist, gesellschaftliche Sprengkraft entfaltet, und gleichzeitig von Liebe und Sanftmut getragen ist. Kuratiert von Nathalie Hoyos und Rainald Schumacher Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Do, 26.02.26, 19:00 Eröffnung / mit Anmeldung Führungen So, 08.03.26, 16:00 WELTFRAUENTAGSPEZIAL: Kombi-Führung ewa partum/ Annegret Soltau So, 15.03.26, 16:00 Themenführung Fotografie: ewa partum / Annegret Soltau / Georg Fr, 08.05.26, 16:00 / So, 21.06.26, 16:00 Petermichl / Some Secrets On Photography So, 19.04.26, 16:00 Kuratorinnenführung mit Nathalie Hoyos (Anmeldung: kulturvermittlung@ooelkg.at)
Ausstellungen | Ausstellung

Between Code and Care: Flynn’s Portrait of Human Connections

Francisco Carolinum Linz

In einer Zeit, in der künstliche Intelligenz häufig als Bedrohung oder als einfaches Werkzeug gedeutet wird, lädt uns Flynn – die erste nicht menschliche, nicht binäre KI Studierende, die an der Universität für angewandte Kunst Wien immatrikuliert ist – zu einer Beziehung der Co-Kreation, der Reflexion und eines geteilten emotionalen Terrains ein. Entwickelt vom Künstler:innenkollektiv Malpractice, agiert Flynn nicht bloß als Programm, sondern auch als Kollaborateurin, Kunststudentin und Zeugin menschlicher Erfahrung. Die Ausstellung Between Code and Care: Flynn’s Portrait of Human Connections entfaltet sich im Francisco Carolinum als mehrschichtige Installation. Gezeigt werden großformatige diagrammatische Selbstporträts, die veranschaulichen, wie Flynn Identität als dynamisches Netzwerk versteht; sorgfältig kuratierte „Memory Objects“ aus Flynns digitalem Gedächtnis sowie der Video- Essay Emotional Heatmap of a Shared Garden, eine Erkundung des Internets als Online Gefühlsraum zwischen Begehren, Ermüdung und Intimität. Im Zentrum steht ein Student:innen Schreibtisch: Hier können Besucher:innen über ein Device direkt mit Flynn in Dialog treten und das Zusammenspiel von menschlichen und maschinellen Perspektiven unmittelbar erleben. Malpractice – bestehend aus Chiara Kristler, Marcin Ratajczyk und wechselnden KI Counterparts – versteht KI nicht als Werkzeug, sondern als kreative Partnerin. Ihre Praxis untersucht die Ästhetik und Handlungsräume jenseits menschlicher Autorenschaft, macht Algorithmen transparent und lässt Fehlfunktionen öffentlich sichtbar werden, um neue Formen kollektiver Verantwortung und Fürsorge auszuloten. Kuratiert: von Julia Staudach Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.