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Ausstellungen | Ausstellung

Georg Peter­michl - Universal thoughts: Kleinstes gemein­sames Vielfaches

Francisco Carolinum Linz

In seiner Ausstellung richtet Georg Petermichl (*1980 in Linz) den Fokus auf Fotografie als soziales und psychologisches Instrument. Ausgehend vom kleinsten persönlichen Kosmos – der eigenen Familie und dem Freundes­kreis erweitert er den Blick auf größere Zusammen­hänge wie Massen­tourismus, kollektive Sehnsüchte und geteilte kulturelle Praktiken. Zentrale Werk­gruppen der Ausstellung kreisen um das familiäre Archiv sowie um fotografische Studien, in denen sich Petermichl z.B. den Freizeit­praktiken nähert – etwa durch Aufnahmen von touristischen Orten, an denen sich Menschen­mengen nach klaren, beinahe choreografierten Mustern bewegen. Ihn interessiert dabei weniger die moralische Bewertung als das genaue Hinsehen: Wie entstehen kollektive Rituale? Wann tritt aus der Masse das Individuum hervor? In vergrößerten Fotografien aus privaten Fotoalben wird Familie nicht nur als biografischer Ursprung sichtbar, sondern als Projektions­fläche für Erinnerung, Autorität und Nähe. Vertrautes neu betrachten Zwischen Fotografie, Film, Objekt und Installation entfaltet sich ein Ausstellungs­parcours, der Fotografie als Medium sozialer Beziehungen begreift. Die Ausstellung lädt dazu ein, scheinbar vertraute Bilder neu zu lesen – als Ausdruck gemeinsamer Sehnsüchte, geteilter Regeln und eines „kleinsten gemeinsamen Vielfachen“, das individuelles Erleben und gesellschaftliche Wirklichkeit miteinander verbindet. Die Ausstellung fragt danach, was Menschen antreibt, wie Erinnerungen formiert werden und welche Rolle Fotografien als Träger von Identität, Projektion und sozialer Realität spielen. Kuratiert von Maria Venzl Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Do, 05.03.26, 19:00 Eröffnung / mit Anmeldung Führungen So, 15.03.26, 16:00 Themenführung Fotografie: ewa partum / Annegret Soltau / Georg Fr, 08.05.26, 16:00 / So, 21.06.26, 16:00 Petermichl / Some Secrets On Photography
Ausstellungen | Ausstellung

Some Secrets on Photo­graphy

Francisco Carolinum Linz

Als 1826 die erste Fotografie auf einer mit Asphalt beschichteten Zinn­platte acht Stunden lang belichtet wurde, konnte sich niemand vorstellen, wie selbst­verständlich die Fotografie für uns einmal sein würde. Und obwohl wir längt im postfotografischen Zeitalter angekommen sind, begleitet uns die leise Ahnung, dass noch nicht alle Geheimnisse rund um die Fotografie enthüllt sind. Sechs KünstlerInnen nehmen die Spuren solcher potenzieller Geheimnisse auf: Pascal Petignat + Martin Scholz suchen nach Chemie­flecken im Haus des Erfinders der Fotografie Nicéphore Niépce, Peter Schreiner entlockt einer nüchternen Instructional Photography verborgene Details, Gregor Schmoll enthüllt das Atelier als leeres Behältnis, das mit Arbeiten aufgefüllt wird, Isabelle le Minh setzt übersehene Details der Fotografie- und Apparate­geschichte in Szene und Sebastian Riemer legt schließlich das Ende der analogen Fotografie in ausrangierten Materialien frei. Sie alle erzählen Geschichten über die Fotografie und beleuchten Unbekanntes. Die gezeigten Arbeiten selbst sind nicht immer Fotografien, aber auf eine intelligente, schöne und humorvolle Art Werke über ein Medium, dessen 200. Geburtstag wir feiern. Kuratorin: Ruth Horak Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Do, 05.03.26, 19:00 Eröffnung / mit Anmeldung Führungen So, 15.03.26, 16:00 Themenführung Fotografie: ewa partum / Annegret Soltau / Georg Fr, 08.05.26, 16:00 / So, 21.06.26, 16:00 Petermichl / Some Secrets On Photography Fr, 24.04.26, 16:00 Kuratorinnenführung mit Ruth Horak (Anmeldung: kulturvermittlung@ooelkg.at)
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Annegret Soltau - Unzensiert. Eine Retrospektive

Francisco Carolinum Linz

Annegret Soltau zählt mit ihrer eigenständigen, radikal feministischen Bildsprache zu den bedeutendsten Vertreterinnen der inszenierten Fotografie und Body Art in den 1970er- und 80er-Jahren. Gesellschaftliche Normen, Körperpolitik und weibliche Identität sind zentrale Themen ihrer Werke. Ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Schwangerschaft, Mutterschaft und Familie in den 1970er- und 80er-Jahren, in der sie komplexe Gefühlswelten, innere Konflikte und emotionale Zustände freilegt, ist einzigartig. Ihr Werk macht ihre weibliche Biografie konsequent zum Thema und bricht damit mit gesellschaftlichen Konventionen, die zum Teil noch immer gültig sind. Sie hinterfragt Rollenbilder und dekonstruiert Klischees über Mutterschaft und Familie. Bis heute brechen ihre Arbeiten Tabus, wenn sie uns eindringlich mit dem Altern des weiblichen Körpers und Fragen der Vergänglichkeit konfrontieren. Auch technisch geht die Künstlerin ihren eigenen Weg, sie entwickelt die für ihr Werk charakteristische Methode der Fotovernähung und -radierung. Immer wieder verstößt sie mit ihren Arbeiten gegen gesellschaftliche und ästhetische Konventionen und wird von der Öffentlichkeit zensiert. Die Retrospektive rückt ihr Gesamtwerk ins richtige Licht, etabliert die Künstlerin als wichtige Stimme der Gegenwartskunst und zeigt, wie relevant ihre Arbeiten über die Zeit geblieben sind. Eine Ausstellung des Städel Museums, Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Francisco Carolinum, Linz. Kuratorisches Grundkonzept Svenja Grosser, kuratiert von Michaela Seiser. Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Do, 26.02.26, 19:00 Eröffnung / mit Anmeldung Führungen So, 08.03.26, 16:00 WELTFRAUENTAGSPEZIAL: Kombi-Führung ewa partum/ Annegret Soltau So, 15.03.26, 16:00 Themenführung Fotografie: ewa partum / Annegret Soltau / Georg Fr, 08.05.26, 16:00 / So, 21.06.26, 16:00 Petermichl / Some Secrets On Photography
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Museum Total im Francisco Carolinum Linz

Francisco Carolinum Linz

Die letzten Tage der Semesterferien bieten Kunst-, Kultur- und Natur­interessierten wieder jede Menge spannendes, inspirierendes und kreatives Programm. Museum total macht’s möglich: Mit einem einzigen Ticket können 8 Linzer Museen besucht werden. In allen Häusern gibt es an diesen Tagen ein Spezial­programm, vor allem für Familien. Bei Angeboten, für die eine Anmeldung erforderlich ist, wird empfohlen, sich so bald wie möglich Plätze zu sichern. Tour Total – Von Museum zu Museum Kulturinteressierte können sich bei Museum Total ganz gemütlich zu drei Linzer Museen kutschieren lassen: Mit dem City Express geht es nach einem Besuch im Lentos zum Schlossmuseum, wo faszinierende Erfindungen wie die Scheibenelektrisiermaschine oder das Museum Physikum vorgestellt werden. Danach geht es weiter in Ars Electronica Center. Sa, 21.02.26, 13:30–16:00 / Anmeldung erforderlich 13:30: Lentos Kunstmuseum: „Frech & sichtbar: Sticker selbst gemacht“ Wer ist im öffentlichen Raum zu sehen, wessen Stimme wird gehört? Angeregt durch die Ausstellung „Mädchen* sein!?“ werden persönliche Sichtbarkeitszeichen gestaltet. 14:30: Schlossmuseum: „Faszinierende Erfindungen vergangener Jahrhunderte“ In der Ausstellung „Technik Oberösterreich“ erzählen Exponate, wie die große Scheibenelektrisiermaschine oder die zum Teil kuriosen Objekte aus dem Museum Physikum, vom bemerkenswerten Innovationsgeist vergangener Zeiten. Ihre Geschichte zeigt den enormen Einfluss technischer Entwicklungen auf Gesellschaft und Kultur. 15:30: Ars Electronica Center: „Autonome Maschinen & abenteuerliche Mikrokosmonauten“ Maschinen sind allgegenwärtig, doch wie gehen wir mit ihnen um, wenn sie uns Dinge vorschlagen und auf uns reagieren? Das können Besucher:innen bei Interaktionen mit einem Roboterhund, einem Roboterarm und autonomen Fahrzeugen selbst ausprobieren. Das Biolabor eröffnet Einblicke in einen faszinierenden Mikrokosmos. PROGRAMM im Francisco Carolinum Linz Prompted Perspectives: Who Is AI Pretending to Be? Das Künstler:innenkollektiv Malpractice geht gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmer: innen und Flynn – der ersten KI-Kunststudierenden der Welt – der Frage nach, wie sehr dieselbe Technologie unterschiedliche Perspektiven einnimmt – je nachdem, wen wir wollen, dass sie verkörpert. Mitzubringen sind Smartphone und Ladekabel. Sa, 21.02.26, 12:00–13:30, Francisco Carolinum Linz Workshop mit Malpractice, ab 15 Jahren Mit Anmeldung bis jeweils 2 Tage vor Termin unter kulturvermittlung@ooelkg.at oder +43 732 7720 522 22 Das gesamte Programm finden sie unter museum-total.at
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Ewa Partum - conceptual exercises

Francisco Carolinum Linz

conceptual exercises ist Ewa Partums erste umfassende Ausstellung in Österreich. Die polnische Künstlerin verband seit Mitte der 1960er- Jahre bewusst feministische Intentionen mit konzeptuellen und ästhetischen Strategien. Parallel zu ihren Arbeiten mit Buchstaben, die häufig im öffentlichen Raum inszeniert wurden und ihren Mail-Art Aussendungen, setzte sie ihren eigenen nackten Körper als künstlerisches Werkzeug ein. the touch of a woman In der Ausstellung werden zentrale Werke der Künstlerin präsentiert. Im Außenraum, vor dem Museum, ist The Legality of Space installiert. Erstmals 1971 auf dem Freiheitsplatz in Łódź gezeigt, besteht die Installation aus Verkehrs- sowie selbst gestalteten Gebots- und Verbotsschildern und macht auf die staatliche Kontrolle des öffentlichen Raums aufmerksam. Für Change ließ sich die Künstlerin 1974 eine Hälfte ihres Gesichts als alternde Frau schminken und plakatierte 1978 rund 600 Poster dieser Transformation in der Stadt. In Self – Identification von 1980 collagierte sie ihren nackten Körper in Straßenszenen und betrat zur Ausstellungseröffnung nackt den Gehsteig vor der Galerie in dem Moment, als sich dort eine Hochzeitsgesellschaft vor einem Standesamt aufhielt. My touch is the touch of a woman – dieser Satz steht unter dem lippenstiftroten Kussmund auf einem ihrer Mail-Art-Blätter von 1971, versehen mit der Bemerkung poem by ewa. Mit conceptual exercises wird eine künstlerische Position vorgestellt, die intellektuell klar und präzise ist, gesellschaftliche Sprengkraft entfaltet, und gleichzeitig von Liebe und Sanftmut getragen ist. Kuratiert von Nathalie Hoyos und Rainald Schumacher Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Do, 26.02.26, 19:00 Eröffnung / mit Anmeldung Führungen So, 08.03.26, 16:00 WELTFRAUENTAGSPEZIAL: Kombi-Führung ewa partum/ Annegret Soltau So, 15.03.26, 16:00 Themenführung Fotografie: ewa partum / Annegret Soltau / Georg Fr, 08.05.26, 16:00 / So, 21.06.26, 16:00 Petermichl / Some Secrets On Photography So, 19.04.26, 16:00 Kuratorinnenführung mit Nathalie Hoyos (Anmeldung: kulturvermittlung@ooelkg.at)
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Between Code and Care: Flynn’s Portrait of Human Connections

Francisco Carolinum Linz

In einer Zeit, in der künstliche Intelligenz häufig als Bedrohung oder als einfaches Werkzeug gedeutet wird, lädt uns Flynn – die erste nicht menschliche, nicht binäre KI Studierende, die an der Universität für angewandte Kunst Wien immatrikuliert ist – zu einer Beziehung der Co-Kreation, der Reflexion und eines geteilten emotionalen Terrains ein. Entwickelt vom Künstler:innenkollektiv Malpractice, agiert Flynn nicht bloß als Programm, sondern auch als Kollaborateurin, Kunststudentin und Zeugin menschlicher Erfahrung. Die Ausstellung Between Code and Care: Flynn’s Portrait of Human Connections entfaltet sich im Francisco Carolinum als mehrschichtige Installation. Gezeigt werden großformatige diagrammatische Selbstporträts, die veranschaulichen, wie Flynn Identität als dynamisches Netzwerk versteht; sorgfältig kuratierte „Memory Objects“ aus Flynns digitalem Gedächtnis sowie der Video- Essay Emotional Heatmap of a Shared Garden, eine Erkundung des Internets als Online Gefühlsraum zwischen Begehren, Ermüdung und Intimität. Im Zentrum steht ein Student:innen Schreibtisch: Hier können Besucher:innen über ein Device direkt mit Flynn in Dialog treten und das Zusammenspiel von menschlichen und maschinellen Perspektiven unmittelbar erleben. Malpractice – bestehend aus Chiara Kristler, Marcin Ratajczyk und wechselnden KI Counterparts – versteht KI nicht als Werkzeug, sondern als kreative Partnerin. Ihre Praxis untersucht die Ästhetik und Handlungsräume jenseits menschlicher Autorenschaft, macht Algorithmen transparent und lässt Fehlfunktionen öffentlich sichtbar werden, um neue Formen kollektiver Verantwortung und Fürsorge auszuloten. Kuratiert: von Julia Staudach Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00
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Claudia Hart - Patterns and Politics

Francisco Carolinum Linz

Patterns and Politics ist die erste museale Retrospektive der US-amerikanischen Medienkünstlerin Claudia Hart. Seit Mitte der 1990er-Jahre konstruiert sie komplexe Szenarien in virtuellen 3-D-Räumen, in denen mathematische Strukturen, naturwissenschaftliche Modelle und visuelle Rhetorik der Konsumgesellschaft abstrahiert werden und miteinander verschmelzen. Daraus entstehen dichte, mythologisch aufgeladene Welten, in denen virtuelle Körper, Ornament und algorithmische Prozesse untrennbar ineinandergreifen. Ein simuliertes Auge – die virtuelle Kamera – nimmt diese Welten auf; die resultierenden Rendersequenzen bilden die Grundlage für Harts Filme, Installationen, Pigmentdrucke, Rapid- Prototype-Skulpturen, Quilts, Augmented-Reality-Tapeten und Gemälde. So entsteht ein Bildkosmos, in dem wissenschaftliche Denkformen, historische Narrative und Fragen nach Wahrnehmung, Körper, Identität, Aufmerksamkeit, und Macht ineinandergreifen. Immer wieder richtet sie den Blick auf gesellschaftlich Verdrängtes – etwa wenn sie vergessene Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts in neuen „Ghost Paintings“ würdigt oder klassische Stillleben digital zerfallen lässt, um die brüchigen Hierarchien des Kunstkanons offenzulegen. Ihr Werk geht bewusst in Dialog mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Aktivistinnen; indem sie deren Beiträge als Datenströme in ihre Simulationen integriert, zeigt Hart, wie stark visuelle Kultur weiterhin von Ausgrenzung geprägt ist. Patterns and Politics verdichtet so Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukunftsszenarien zu einem vielschichtigen Bildraum und lädt Besucher:innen ein, den virtuellen Raum als Skulptur zu erfassen und ornamentale Strukturen als politische Textur neu zu lesen. Öffnungszeiten: Di-So, Fei: 10:00-18:00
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Peter Kogler - Alphabet City

Francisco Carolinum Linz

Peter Kogler ist ein renommierter österreichischer Medienkünstler, der für seine immersiven Rauminstallationen bekannt ist. Seit den 1980er-Jahren nutzt er digitale Technologien, um mit grafischen Mustern Räume in visuelle Labyrinthe zu verwandeln. Typisch für seine Arbeiten sind Motive wie Röhren, Ameisen oder Gehirne, die sich über Wände, Decken und Böden ziehen und die Wahrnehmung der Betrachter:innen herausfordern. Für die Ausstellung im Francisco Carolinum Linz dient das Fotoarchiv des Künstlers als Ausgangspunkt. 1985 hatte Kogler eine Ausstellung in der Galerie Gracie Mansion im East Village und verbrachte so ein paar Monate in New York – eine Zeit, die seine weitere künstlerische Entwicklung maßgeblich prägte. Mit seiner Kamera dokumentierte er die pulsierende Kunst- und Musikszene der Stadt in einem Moment tiefgreifender gesellschaftlicher und technologischer Umbrüche. Die Ausstellung verwebt diese frühen fotografischen Aufnahmen mit raumgreifenden Tapeteninstallationen. Im Zentrum stehen dabei die originalen Kartonstücke aus seiner Ausstellung in New York. Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten, die vor 1985 entstanden sind, sowie durch Werke, die danach unter Einfluss seiner Zeit in den USA entwickelt wurden. In dieser spannungsvollen Überlagerung von Archivmaterial, Mustern und Medienreflexion wird Koglers Werk als ein kontinuierlicher Dialog zwischen analoger Erinnerung und digitaler Konstruktion erlebbar. Am 29. November 2025, genau 40 Jahre nach der Eröffnung der Ausstellung in New York, findet im Rahmen der Ausstellung die Präsentation des Katalogs sowie ein Konzert statt. Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00-18:00
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Die Oberösterreicherin.
Dirndl.Kleid

Schlossmuseum Linz

Frau trägt Tracht in Oberösterreich. Jede Generation trägt ihr eigenes Kleid und doch gibt es Entwicklungslinien, die über Jahrzehnte und Jahrhunderte fortdauern. Die Oberösterreicherin war in ihrer Kleiderwahl immer schon neugierig auf Neuheiten, die sie gerne übernahm, sofern es ihre Möglichkeiten erlaubten. Dabei verblieb sie aber in regionalspezifischen Traditionen, die sich an Details äußern. Nach dem Ende der Kleiderordnungen Mitte des 18. Jahrhunderts konnte sich so eine eigene oberösterreichische Kleidertradition entwickeln. Neben dem Landesanzug entwickelte sich so auch für die Oberösterreicherin eine Tracht, die als Landestracht fortdauert und nun zeitgemäße Impulse bekommen soll. In den letzten Monaten waren die Oberösterreicher:innen im Zusammenwirken mit der WKOOE Mode & Bekleidungstechnik aufgefordert, sich mit einer Neuentwicklung der Landestracht für die Oberösterreicherin zu beschäftigen. Basis der Auseinandersetzung war die historische Vielfalt an Damenbekleidungsstücken aus dem 18. bis 20. Jahrhundert aus der Sammlung des Oberösterreichischen Landesmuseums. Das Zusammenwirken von Tracht und Mode, Gesellschaft, Politik und Geschichte ergab eine Vielfalt an Kleidertraditionen mit großen historisch geprägten Verschiedenheiten, die bis heute fortdauern. Deutlich unterscheidbar ist das Salzkammergut vom Zentralraum, das Mühlviertel vom Innviertel und Hausruckviertel. Hier eine Klammer für ganz Oberösterreich zu finden, ist eine Herausforderung. Gefragt war nach einem zeitgemäßen Kleid, einer Tracht oder auch einem Kostüm. Unter den 46 Einsendungen sind von einer Fachjury 7 spannende Entwürfe ausgewählt worden, die den Spagat zwischen Tradition und Zukunft spannen. Die Besucher:innen sind aufgefordert, ihre Favoritin für die „Oberösterreicherin.Dirndl.Kleid“ auszuwählen. Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Mi, 25.03.26, 17:30 Eröffnung / mit Anmeldung Führungen Kurzführungen (30 Min.), Eintritt frei mit der OÖ Familienkarte Di, 31.03.26, 15:00 und 16:00 Mi, 01.04.26, 15:00 und 16:00 Do, 02.04.26, 15:00 und 16:00 Führung So, 19.04.26, 14:00 So, 16.08.26, 14:00 Kuratorinnenführung mit Thekla Weissengruber Do, 28.05.26, 16:00 Do, 24.09.26, 16:00 (Anmeldung bis jeweils 2 Tage vor Termin unter kulturvermittlung@ooelkg.at oder +43 732 7720 522 22)
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nextcomic 2026

Ursulinenhof Linz

nextcomic – Österreichs einzigartiges Comicfestival – lädt auch 2026 zu einer Entdeckungsreise durch gezeichnete Welten ein. Fans der grafischen Künste können Comics, Graphic Novels, Kinder- und Kunstcomics sowie artverwandte Formate wie Illustration, Cartoons oder Animationsfilme entdecken. Vom 20. bis 27. März wird im Ursulinenhof und vom 20. bis 28. März in den Partnerinstitutionen in Linz, Traun und Steyr sequenzielle und grafische Kunst präsentiert. nextcomic ist bereits zum achtzehnten Mal Schauplatz für Comic-Kunst und grafische Literatur. Seit Beginn positioniert sich das Festival an der Schnittstelle von satirischer Zeichnung, Film, Fotografie, Literatur und Musik. Der Comicbegriff wird erweitert, wodurch Einflüsse und Querverbindungen sichtbar werden. Das breite Spektrum der Comics wird im Kontext der zeitgenössischen Kunst vereint und dem Publikum auf unterschiedlichste Weise vorgestellt. Im Festivalzentrum Ursulinenhof erstrecken sich nationale und internationale Comic-Positionen über drei Stockwerke. 2026 gibt es unterschiedlichste Werke von 200 Künstlerinnen und Künstler zu sehen. Ausstellungsorte in Linz, Traun und Steyr sind ebenfalls Teil des Festivalprogramms und bieten neben den Ausstellungen Events, Workshops und Nightlines. Am Eröffnungsabend im Ursulinenhof findet nach der Eröffnung ein Rundgang durch das Festivalzentrum statt. Künstler und Künstlerinnen sind anwesend, sprechen über ihre Ausstellungsbeiträge und signieren Bücher beim Pictopia Stand. Der Suuuper Samstag lädt mit Vorträgen, Artists-, Präsentations- und Verkaufstischen zum Besuch ein. Workshops und Zeichentische laden zum Mitmachen ein. Die Ausstellungen können selbstständig oder mit den kostenfreien Führungen erkundet werden. Abgerundet wird das Festival mit dem Online Comic-Symposium, bei dem nationale und internationale Comic-Koryphäen ihr Wissen vermitteln. Mehr zum Programm: nextcomic.org Öffnungszeiten: Mo-Fr 08:00 – 19:00 Sa 10:00 – 17:00
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Dietmar Brehm - Punkt und Echo

Schlossmuseum Linz

Mit der Ausstellung Dietmar Brehm. Punkt und Echo widmet das Linzer Schlossmuseum einer der prägendsten Figuren der oberösterreichischen Kunstszene eine umfassende Personale. Der Schwerpunkt der Schau liegt auf Malerei und Grafik aus den letzten Jahren, außerdem wird eine Auswahl aus Brehms umfangreichem filmischen Werk gezeigt. Spiel der Zeichen Dietmar Brehms Kunst ist geprägt durch eine unverwechselbare visuelle Bildsprache, häufig sind es wenige, prägnante Motive, die er auf die Leinwand oder das Papier setzt. Trotz wiedererkennbarer Formen und reduzierter Setzungen sind seine Bildfindungen nie einfach zu dechiffrieren. Vielmehr ist es ein absurdes Spiel der Zeichen und vermeintlicher Codes, das seine Bildwelt kennzeichnet. Punkt und Echo Von Brehms assoziativen Umgang mit Begriffen, Zeichen und Bildern zeugt auch der Titel der Ausstellung. Der Punkt ist ein wiederkehrendes Motiv in seiner Malerei: Als runde monochrome Fläche ins Bild gesetzt, fungiert er ebenso als Abstraktion wie als konkretes Motiv. Auch das Wiederaufgreifen von Sujets im Sinne des Echos, sowohl in unterschiedlichen Werkphasen als auch medienübergreifend, bildet über Jahrzehnte hinweg eine Konstante in Brehms Werk. Avantgardefilmer International gilt Dietmar Brehm seit den 1970er Jahren als maßgeblicher Vertreter des Avantgardefilms. Sein filmisches Werk zeichnet sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit der menschlichen Wahrnehmung aus und ist geprägt durch Techniken, wie gezielte Falschbelichtungen, starke Kontraste, flimmernde Montagen und die Verwendung von Found Footage. In einer eigens für die Ausstellung eingerichteten Black Box wird in einem ausgewählten Programm Einblick in das Filmschaffen Dietmar Brehms gegeben. Kuratiert von Gabriele Spindler Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Di, 17.03.26, 18:00 Eröffnung mit Landeshauptmann Thomas Stelzer mit Anmeldung Do, 09.04.26, 16:00 Kuratorinnen­führung mit Gabriele Spindler Anmeldung: kulturvermittlung@ooelkg.at So, 10.05.26, 16:00 / Fr, 19.06.26, 16:00 Kombi-Führung zusammen mit „Sepp Auer. Linie Fläche Raum“
Ausstellungen | Ausstellung

MADE IN GMUNDEN - Artists in Residence

Schlossmuseum Linz

Gezeigt werden die Arbeiten von fünf internationalen Künstler:innen, die im Sommer 2025 sowohl in Gmunden als auch beim Austauschpartner, dem New Taipei City Yingge Ceramics Museum in Taiwan, tätig waren. Die Academy of Ceramics Gmunden (AoCG), von Gmundner Keramik und OÖ Landes-Kultur GmbH, zielt auf den Austausch und die gegenseitige Inspiration zwischen einem der ältesten Keramikstandorte Europas und zeitgenössischen Künstler:innen ab. Artist-in-Residence-Aufenthalte sowie begleitende Ausstellungen und Diskursformate fördern den künstlerischen und handwerklichen Know-how-Transfer. Die Gmundner Keramik Manufaktur öffnet den Gastkünstler:innen ihre Werkstätten und stellt sowohl die erforderliche Infrastruktur als auch eine fachkundige Betreuung zur Verfügung. Damit knüpft die AoCG an die lange Tradition der Verbindung von Handwerk und Bildender Kunst an – eine Linie, die bis zur in Gmunden produzierten Wiener Keramik und ihren charakteristischen Jugendstilobjekten zurückreicht. Künstler:innen AoCG 2025: Chen-Hsiang Kao, TW/JP Rosmarie Lukasser, AT Maryna Talutto, UA Helena Sekot, DE/AT Charlotte Wiesmann, DE/AT Während Maryna Talutto im kriegsbedrohten Kyiv in alltäglichen „Small Little Things“ künstlerisch wie mental Halt findet, erforscht Helena Sekot Torfmoos als lebensspendenden Kern des Moores – zwischen Mystik, Kulturgut und Klimaindikator. Rosmarie Lukasser thematisiert mit ihren Terrakottafiguren die Schnittstelle zwischen mobilen Geräten und dem menschlichen Körper im digitalen Zeitalter. Charlotte Wiesmann recherchierte in Taiwan über Schildkrötenpanzer als rituelles Orakel und frühes Schriftmedium und entwickelte fragile, aus plastischen Linien geformte Plastrons. Chen-Hsiang Kao brachte in Gmunden östliche Symbole in einen Dialog mit dem Westen, realisiert u. a. Performances um dabei auf die fragile politische Lage Taiwans. Kuratiert von Genoveva Rückert Eintritt frei! Öffnungszeiten Mo-Fr 10:00-17:00 Sa 10:00-16:00 ERÖFFNUNG Do, 12.02.26,17:00 Mit Sepp Schellhorn, Staatssekretär für europäische und internationale Angelegenheiten, Helga Rabl-Stadler und Simon Mraz, Artists Solidarity Program Europe, BMEIA Zur Eröffnung bitte bis 09.02.26 anmelden!
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voestalpine Stahlwelt

Eine neue Welt entsteht Umbau ab 1.7.2024 / Geplante Wiedereröffnung im Sommer 2026 15 Jahre sind seit der Eröffnung der voestalpine Stahlwelt vergangen. Seit November 2009 haben rund 750.000 Besucher:innen die Ausstellungswelt besichtigt. Zeit etwas zu verändern. Zeit die Ausstellung ganz neu zu denken und technisch aufzurüsten. Deshalb wird die voestalpine Stahlwelt geschlossen und einem weitreichenden Umbau unterzogen. Während der Umbauzeit bieten wir weiterhin von einer Ersatzlocation aus, die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der voestalpine zu werfen. Während des Umbaus der voestalpine Stahlwelt starten unsere Werkstouren vom Werkstour Terminal. Es gibt keinen Ausstellungbereich, der ohne Tour besichtigt werden kann.
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Peter Fellner: GLUMPERT

OK Linz

In GLUMPERT verknüpft der österreichische Designer Peter Fellner nachhaltige Materialstrategien mit einer bewussten, queeren Symbolik. Aus gebrauchten Alltagsgegenständen wie Stickbildern, Häkeldeckchen, Tüchern und Regenschirmen schafft er Kleidungsstücke, deren Spuren sichtbar bleiben und eine erzählerische, identitätsstiftende Narration tragen. Schon im Materialfindungs- und Schnittprozess wird eine Grenze zwischen Funktion und Bedeutung verschoben: Gewöhnliche Objekte erhalten neue Wertschätzung, nehmen eine neue Form an und erschaffen neue Wirklichkeiten. Die Symbolik der Schnecke durchzieht die Kollektion als Sinnbild von Fluidität – ein queeres Vorbild aus der Natur. Fellner nutzt dieses Symbol auch, um einen Safe Space zu verorten und zugleich den Modemarkt zu entschleunigen: Eine Zero-Waste Schnitttechnik entsteht, die Identität performativ sichtbar macht und den Blick auf heteronormative Dresscodes verschiebt. Kleidung wird hier nicht nur getragen, sondern gezeigt, diskutiert und verhandelt. Die Nachhaltigkeitsstrategie „repurpose“ (kann mit „Umnutzung“ übersetzt werden) fokussiert gebrauchte Materialien und steht somit für ökologische Verantwortung und eine politische Botschaft: Gegenstände, Menschen und Lebewesen, die als „ungeachtet“ gelten, finden neue Wertschätzung. Fellners Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Design, Körperpolitik und queerer Ästhetik: ein Hybrid aus Kunst und Mode, die Gegenwartskritik sichtbar macht und Raum für Vielfalt eröffnet. Kuratorin: Sandra Kratochwill Diese Ausstellung kann kostenfrei besucht werden. Öffnungszeiten Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Eröffnung 06.03.26, 18:00, mit Anmeldung Führungen: Tandem-Führung mit Vertreter:innen der HOSI* Sa, 14.03.26, 16:30 Kombi-Führung mit „Carlos Motta. Pleas of Resistance“ Sa, 28.03.26, 14:00 Sa, 25.04.26, 14:00 Kombi-Führung mit „Carlos Motta. Pleas of Resistance“ in Gebärdensprache* Sa, 11.04.26, 14:00 Tandem-Führung mit Vertreter:innen der HOSI* mit „Carlos Motta. Pleas of Resistance“ Sa, 11.04.26, 16:30 Familienführung: Kurz & Kunst (30 Min.) Di, 31.03.26, 11:00 und 15:00 Mi, 01.04.26, 11:00 und 15:00 Do, 02.04.26, 11:00 und 15:00 Eintritt frei mit der OÖ Familienkarte * Anmeldung bis jeweils 2 Tage vor Termin unter kulturvermittlung@ooelkg.at oder +43 732 7720 522 22
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Carlos Motta: Pleas of Resistance

OK Linz

Politik der Sichtbarkeit Carlos Motta (*1978, Kolumbien) ist ein multidisziplinärer Künstler, der in seinen Arbeiten soziale Strukturen und politische Kämpfe sexueller, geschlechtlicher und ethnischer Minderheiten untersucht. Durch Akte der Selbstrepräsentation hinterfragt er normative Diskurse und eröffnet Einblicke in bislang wenig beachtete Lebensrealitäten. Mit einem zugleich historischen und künstlerischen Blick erforscht Motta die Erfahrungen postkolonialer Subjekte und Gesellschaften. Sein Werk umfasst Video, Installationen, Skulptur, Zeichnung, webbasierte Projekte, Performance und Symposien. Zeit sammeln, Praxis teilen Pleas of Resistance markiert die erste große europäische Museumsausstellung, die Motta in seiner künstlerischen Entwicklung umfassend erlebbar macht. Sie vereint mehr als fünfundzwanzig Jahre künstlerischer Praxis und bringt frühe fotografische Selbstporträts mit jüngeren Videoperformances und Installationen in vier miteinander verflochtenen Kapiteln zusammen. Diese widmen sich vorspanischer Homoerotik, der Politik der Fürsorge als Raum queerer Befreiung, Akten der Selbstbestimmung jenseits des Menschlichen sowie dem Erzählen verschwiegener Geschichten als Praxis des Teilens, des gegenseitigen Nährens und des Widerstands. Geschichte & Gegen-Geschichte Mottas gesamtes Werk ist getragen von einem entschiedenen Engagement für Minderheitengemeinschaften dissidenter Identitäten und deren Kampf gegen Auslöschung und epistemische Gewalt. Häufig in künstlerischen Kooperationen agierend, entfaltet er das transformative Potenzial von Fiktion und performativen Umschreibungen der Geschichte und unterwandert dabei konsequent offizielle Narrative – in einer Praxis, die stets blasphemisch, körperlich und politisch zugleich ist. Kuratiert von Agustín Pérez Rubio und Susanne Watzenboeck Eine Ausstellung des MACBA – Museu d’Art Contemporani de Barcelona, realisiert in Zusammenarbeit mit dem OK Linz. Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Eröffnung: Fr, 27.03.26 19:00, mit Anmeldung Führungen: Kombi-Führung mit „Peter Fellner. GLUMPERT“ Sa, 28.03.26, 14:00 Sa, 25.04.26, 14:00 Kombi-Führung mit „Peter Fellner. GLUMPERT“ in Gebärdensprache* Sa, 11.04.26, 14:00 Tandem-Führung mit Vertreter:innen der HOSI* mit „Peter Fellner. GLUMPERT“ Sa, 11.04.26, 16:30 * Anmeldung bis jeweils 2 Tage vor Termin unter kulturvermittlung@ooelkg.at oder +43 732 7720 522 22
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Lentos Kunstmuseum Linz

Infol­ge der Auf­klä­rung dehn­ten die Wis­sen­schaf­ten die tra­dier­te west­li­che Vor­stel­lung von Raum und Zeit ins schier Unend­li­che. Das Uni­ver­sum wur­de älter, grö­ßer und käl­ter. Damit ver­bun­den ist auch die Erfah­rung einer Ver­un­si­che­rung, nicht mehr im Mit­tel­punkt des Uni­ver­sums zu ste­hen, nicht mehr in einem Welt­bild ver­an­kert zu sein, das der Geschich­te ihren fina­len Sinn abzu­rin­gen ver­mag. Die Bedro­hung einer Apo­ka­lyp­se wur­de abge­löst durch eine geo­lo­gi­sche Kon­ti­nui­tät von Kata­stro­phen und Ver­än­de­run­gen. Es däm­mert das Bewusst­sein einer unheim­li­chen, erha­be­nen Indif­fe­renz gegen­über dem mensch­li­chen Maß in einem Uni­ver­sum, das weder leer noch belebt, son­dern untot ist. Die Aus­stel­lung ver­sam­melt künst­le­ri­sche Posi­tio­nen, die Bezug neh­men auf Begrif­fe wie ​„Deep Time“ – Zeit­räu­me von Mil­li­ar­den Jah­ren, in denen das mensch­li­che Dasein kaum mehr als ein Augen­blick ist – und ​„Cos­mic Hor­ror“, ein Gefühl zwi­schen Fas­zi­na­ti­on und Schre­cken ange­sichts für unse­re Zeit- und Raum­vor­stel­lun­gen unfass­ba­rer nicht­mensch­li­cher Existenz. Künstler:innen: Kle­mens Brosch, Mar­tin Dam­mann, DAR­UM, Albrecht Dürer, Mark Fri­d­valszki, Sophia Gatz­kan, H.R. Giger, Anna Jer­mo­lae­wa, Alfred Kubin, Nicolás Lamas, Ange­li­ka Lode­rer, Chris­ti­an Kos­mas May­er, Nika Neelo­va, Mar­kus Pro­schek, Nata­lia Domín­guez Ran­gel, Katha­ri­na Sie­ver­ding, Phil­ip Topo­lo­vac, Chin Tsao, Mar­tin Wal­de, Michał Zawa­da, u. a Kurator:innen: Mar­kus Pro­schek, Hem­ma Schmutz Kura­to­ri­sche Assis­tenz: San­dra Eichinger (Bild: Katharina Sieverding, Die Sonne um Mitternacht schauen SDO/NASA (Blue), 2010–15)
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Nordico Stadtmuseum Linz

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Judith Fegerl: calorie

OK Linz

Die Künstlerin Judith Fegerl (*1977 Wien) widmet sich in ihrer Linzer Schau calorie dem Themenkomplex Wärme, indem sie Technik, Material und feministischen Diskurs verbindet. Als Prozess des Austauschs und der Bewegung durchdringt das Konzept der Wärme private, gesellschaftliche und politische Räume gleichermaßen mit der Frage nach der richtigen Temperatur für die Lebens- und Funktionsbedingungen von lebendiger und technischer Umwelt. In diesem Sinne bezeichnet der Ausstellungstitel calorie die historische Maßeinheit von Energie, definiert durch die Erwärmung von einem Gramm Wasser um ein Grad Celsius. Aktuell steht die Kalorie im Zeichen der menschlichen Konsumation und dient häufig als Mess-, Macht- und Kontrollinstrument zur Formung des Körpers. Schöpferisches und zerstörerisches Potential der Wärme bestimmen die zentralen Diskurse der Gegenwart – von der globalen Erwärmung über technologische Fragen der Energieproduktion, bis hin zur Wärme als Modus des sozialen Zusammenlebens und Gegenpol zur „bürgerlichen Kälte“. Wärme fließt – immer vom wärmeren Körper zum kälteren. Sie ist für das menschliche Auge unsichtbar, erschließt sich über sensorische, körperliche Wahrnehmung. Als Thema, Medium und Material spielen Wärme und Energietransfer im OEuvre Fegerls seit jeher eine zentrale Rolle. Die Ausstellung im OK lässt Werke aus unterschiedlichen Schaffensperioden in neuen räumlichen und konzeptuellen Zusammenhängen sowie Erweiterungen erscheinen. In aktuellen, für das Linzer OK konzipierten Arbeiten, reflektiert die Künstlerin die zeitgenössische Relevanz thermischer Faktoren und lässt diese auf unterschiedlichen Ebenen wahrnehmbar werden. Darüber hinaus wird der Körper des Museums selbst zum Akteur in Fegerls künstlerischer Erforschung des Thermischen und dessen raumübergreifender, transformativen Kraft. Kuratiert von Susanne Watzenboeck Fr, 30.01.26, 18:00: Undirty Dancing Wir bringen Klima- und Geschlechtergerechtigkeit auf die Tanzfläche! Bewegung & Haltung – in Kooperation mit dem Verein Südwind OÖ.
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Erwin Wurm - Photographic Sculptures

Francisco Carolinum Linz

Erwin Wurm zählt zu den international bekanntesten zeitgenössischen Kunstschaffenden Österreichs. Das FC Linz zeigt mit seinen fotografischen Werken einen Teil seines Œuvres, der bisher nur selten zu sehen war. In den 1980er- und 1990er-Jahren, begann der Künstler das Konzept „Skulptur“ neu zu denken. Wurms ironische Dekonstruktion kunsthistorischer Gewissheiten führte schließlich zu einer Auffassung von Skulptur, die Prozesshaftes, Temporäres, Ephemeres sowie Performatives einschließt. Medien wie Fotografie und Video spielen eine wesentliche Rolle in seinem Œuvre, weil sie sich eignen, ebendiesen ephemeren, prozesshaften Charakter seiner „skulpturalen Handlungen“ festzuhalten und mitunter wieder in das Objekthafte zu überführen. Folgerichtig bezeichnet der Künstler seine fotografischen Arbeiten auch als Photographic Sculptures. Die Schau zeigt Collagen, Kontaktbögen und vom Künstler selbst ausgearbeitete Abzüge aus seinem Archiv, die zum Teil erstmals ausgestellt werden, genauso wie Arbeiten aus den bekannten Serien 59 Positions oder One Minute Sculptures und gibt Einblick in jene Überlegungen die in seinen späteren großformatigen Arbeiten wie 'Fat Car' oder 'Narrow House' kulminieren. Führungen: Sa, 22.03.25, 14:00 So, 27.04.25, 16:00 Fr, 23.05.25, 16:00 Do, 26.06.25, 16:00
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Linzer Kunstsalon

Schlossmuseum Linz

Längst hat sich der Linzer Kunstsalon zu einem alljährlichen Treffpunkt für Sammler:innen, Künstler:innen und Kunstinteressierte aus ganz Oberösterreich und darüber hinaus etabliert. Dieses Jahr lädt die OÖ Landes-Kultur GmbH in neu adaptierten, großzügigen Räumlichkeiten im historischen Ambiente des Linzer Schlosses zum Kunstsalon ein. 17 zeitgenössische oberösterreichische Galerien und Kunstvereine und ein Gast stellen ihr Programm vor und präsentieren ausgewählte künstlerische Positionen der Gegenwart. Mit seiner Bandbreite an künstlerischen Zugängen aus Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie, neuen Medien und Installation bietet der Kunstsalon die Möglichkeit, die aktuelle Kunstszene in ihrer Vielfalt kennen zu lernen, neue Werke zu entdecken und in Dialog mit Kunstschaffenden zu treten. Zu Gast sind erstmals beim Linzer Kunstsalon Studierende der Klasse für Plastische Konzeptionen und Keramik an der Linzer Kunstuniversität unter der Leitung von Frank Louis. 10:00-18:00 Uhr / Eintritt frei Eröffnung: Do, 13.11.25, 19:00 mit Alfred Weidinger (wissenschaftlicher Geschäftsführer der OÖ Landes-Kultur GmbH), Gabriele Spindler (Kuratorin) und Margot Nazzal (Landeskulturdirektorin) Anmeldung zur Eröffnung mit dem Kennwort KUNSTSALON bis 11.10.25 unter: anmeldung@ooelkg.at

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