Literatur+Sprache
| Lesung
Ulrich Tukur:
Literatur+Sprache
| Lesung
Buchpräsentation: Roman Sandgruber: Habsburg. Die wichtigste Dynastie der Welt
Nordico Stadtmuseum Linz
Geld, Einfluss, Intrigen und Sex: Die Habsburger prägten Europa und die Welt wie keine andere Familie. Sie stellten zwischen 1273 und 1806 insgesamt 21 römisch-deutsche Könige und Kaiser. Habsburger*innen waren mit fast allen europäischen Herrscherdynastien verheiratet. Die Familie zog weltweit die Fäden im Spiel um die Macht. Meisterhaft versteht es der Historiker Roman Sandgruber, die einzigartige Bedeutung des Hauses Habsburg knapp und treffend auf den Punkt zu bringen und seine herausragende Rolle im Weltgeschehen neu einzuordnen. Eine bunte, kompakte Chronik voller Machtkämpfe und Erfolge, Inzest, Krankheit und Wahnsinn, Mythen und Mysterien – und zugleich eine packende Tour de Force durch 750 Jahre Weltgeschichte. Der Autor und emeritierte Universitätsprofessor Roman Sandgruber im Gespräch mit der Kulturhistorikerin und Leiterin des Nordico Stadtmuseum Linz, Andrea Bina. Anschließend Diskussionsrunde, Signierstunde und gemütlicher Ausklang. Eintritt frei. Verbindliche Anmeldung online oder unter 0732 7070 1901
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| Lesung mit Musik
Johannes Silberschneider & Merlin Ensemble Wien:
Johannes Silberschneider & Merlin Ensemble Wien:
Kafka singt
Brucknerhaus Linz
Johannes Silberschneider | Lesung Merlin Ensemble Wien Martin Walch | Violine Luis Zorita | Violoncello Till Alexander Körber | Klavier & Arrangement Franz Kafka: Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse. Erzählung verschränkt mit Arien und Liedern ohne Worte von Gioachino Rossini // 1792–1868 Felix Mendelssohn Bartholdy // 1809–1847 Giacomo Puccini // 1858–1924 Giuseppe Verdi // 1813–1901 und anderen »Unsere Sängerin heißt Josefine. Wer sie nicht gehört hat, kennt nicht die Macht des Gesanges.« Mit diesen Worten beginnt die letzte Erzählung, die Franz Kafka zeit seines Lebens verfasste. Der Text erzählt vom Volk der Mäuse und ihrem ambivalenten Verhältnis zur Sängerin Josefine, die mit ihrem Gesang den eintönigen Alltag der Mäuse bereichert. Zugleich behandelt der Text in seiner Reflexion über die Beziehung von Künstler:in und Publikum auch Kafkas eigenes Selbstverständnis als Autor und grundsätzliche Fragen zur Bedeutung von Kunst für unser gesellschaftliches Zusammenleben, die auch heute noch brandaktuell sind. Johannes Silberschneider, nicht zuletzt bekannt aus der Fernsehserie Kafka aus dem Jahr 2024, erweckt Josefine und ihr Mäusevolk zum Leben, begleitet vom Merlin Ensemble, das passend dazu Arrangements von Puccini-Arien mit Werken der Wiener Schule kombiniert.
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| Lesung mit Musik
Herta Müller & Duo Brüggen-Plank:
Herta Müller & Duo Brüggen-Plank:
Der Beamte sagte
Brucknerhaus Linz
Herta Müller | Lesung & Gespräch Duo Brüggen-Plank Marie Radauer-Plank | Violine Henrike Brüggen | Klavier Ernest Wichner | Gespräch Herta Müller // * 1953: Der Beamte sagte. Erzählung // 2021 verschränkt mit George Enescu // 1881‑1955: Moderato malinconico, I. Satz der Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 a-Moll op. 25 // 1926 Impressions d’enfance für Violine und Klavier op. 28 // 1940 Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ist für eine Lesung ihrer Erzählung Der Beamte sagte im Brucknerhaus zu Gast, musikalisch unterstützt vom Duo Brüggen-Plank. »Meisterlich versteht es Herta Müller, Bilder dafür zu finden, wie sich Ohnmacht anfühlt, und was Willkür anrichtet. Sie sind rätselhaft, abgründig, manchmal auch komisch, und immer hochpoetisch.« (Hanser Verlag) Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller wuchs als Teil einer deutschen Minderheit im rumänischen Banat auf. Als sie 1987 in die Bundesrepublik übersiedelte, wurde sie in der Landesaufnahmestelle für Aussiedler in Nürnberg-Langwasser mehrere Tage lang von Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz verhört. Ihre Erfahrungen mit Heimweh, Fremdheit und der Absurdität der deutschen Bürokratie verarbeitete sie in ihrer 2021 erschienenen Erzählung Der Beamte sagte, eine »Wort für Wort gefundene Geschichte«: Jede Seite des Buches ist eine Collage, die einzelnen Worte wurden aus verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen zusammengeklaubt und erzählen so – mal farbig, mal kursiv, mal in Großbuchstaben – auch auf visueller Ebene ihre eigene Geschichte. Begleitet wird Herta Müllers Lesung nicht nur musikalisch vom Duo Brüggen-Plank, sondern auch von Projektionen ihrer Text-Collagen. Neben ihrer Lesung ist Herta Müller auch im Gespräch mit dem Schriftsteller Ernest Wichner zu erleben, der ebenfalls in Rumänien geboren wurde und später nach Deutschland übersiedelte.
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| Buchpräsentation
Austrian Satellite Reef - Buchpräsentation
Schlossmuseum Linz
Erschienen anlässlich der beiden Ausstellungen im Schlossmuseum Linz Österreichs größtes Korallenriff. Gehäkelte Meere und andere Abstraktionen vom 05.10.23. – 02.07.24 und Austrian Satellite Reef vom 18.07.24 – 01.09.24. Autor:innen: Gabriele Kainberger mit Petra Hansche & Manuel Heinl, Genoveva Rückert, Martin Studeny, Alfred Weidinger, Christine Wertheim, Margarete Wertheim Redaktion: Susanne Winder, Genoveva Rückert Herausgeber:innen: Alfred Weidinger und Manfred Mandl-Kiblböck für die OÖ Landes-Kultur GmbH, Genoveva Rückert 126 Seiten, zahlreiche Illustrationen, Deutsch, Englisch © 2025 ISBN: 978-3-85474-420-7 € 28,00 Anmeldung zur Buchpräsentation mit dem Kennwort KORALLENRIFF bis 07.10.25 unter: anmeldung@ooelkg.at.
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| Lesung mit Musik
Georg Nigl, Birgit Minichmayr
Georg Nigl, Birgit Minichmayr
& Olga Pashchenko
Internationales Brucknerfest Linz
Georg Nigl | Bariton Birgit Minichmayr | Sprecherin Olga Pashchenko | Fortepiano Franz Schubert (1797–1828): Der Wanderer an den Mond D 870 // 1826 Maria Lassnig (1919–2014): »Über das Malen von Körpergefühlen« Franz Schubert: Am Fenster D 878 // 1826 Maria Lassnig: »Body-awareness-painting« Franz Schubert: Sehnsucht D 879 // 1826 Wiegenlied D 867 // 1826 Maria Lassnig: »Sich erheben« Franz Schubert: Bei dir allein, Nr. 2 aus: Vier Refrainlieder D 866 // 1828 Maria Lassnig: »Die Kunst ist ein therapeutischer Prozeß« Franz Schubert: Irdisches Glück, Nr. 4 aus: Vier Refrainlieder D 866 // 1828 Maria Lassnig: »Die Schule ist aus, und ich falle in ein Loch der privaten Leere« Franz Schubert: Im Freien D 880 // 1826 Widerspruch D 865 // vor 1828 Maria Lassnig: »Mein Fahrrad gehört unter Denkmalschutz« »Auspizien« Ludwig van Beethoven: An die ferne Geliebte op. 98 // 1816 Nr. 1 »Auf dem Hügel sitz ich spähend« Nr. 2 »Wo die Berge so blau« Nr. 3 »Leichte Segler in den Höhen« Nr. 4 »Diese Wolken in den Höhen« Nr. 5 »Es kehret der Maien, es blühet die Au« Nr. 6 »Nimm sie hin denn, diese Lieder« Maria Lassnig: »Kantate« Franz Schubert: Der Winterabend D 938 // 1828 Maria Lassnig: »Dankesrede für den Kärntner Landespreis« Franz Schubert: An die Musik D 547 // 1817 Maria Lassnig, die in ihrem Œuvre von der Malerei über Grafik bis hin zum Film den Begriff der ›Body-Awareness‹ erspürte und definierte, zählt fraglos zu den bedeutendsten und visionärsten Künstlerinnen unser Zeit: »Es ist sicher, ich male und zeichne nicht den ›Gegenstand‹ Körper – sondern ich male Empfindungen vom Körper.« Den Grenzen zwischen Klingendem und Visuellem, Gegenständlichem und Geistigem nachzuspüren, haben sich drei herausragende Künstler:innen zusammengefunden: Georg Nigl bringt gemeinsam mit Olga Pashchenko – die hierfür auf einem historischen Fortepiano spielen wird – ›bildhafte‹ Lieder von Franz Schubert sowie Ludwig van Beethovens Liederzyklus An die ferne Geliebte zu Gehör. Zwischen den Stücken liest Birgit Minichmayr – die Lassnig in Anja Salomonowitz’ 2024 erschienenem und vielprämiertem Film Mit einem Tiger schlafen verkörpert – Texte und Tagebucheinträge, in denen die Malerin ihre Kunst und ihr Leben umschrieb und reflektierte. Für Konzertbesucher:innen findet um 18:45 Uhr (bei freiem Eintritt) eine Konzerteinführung statt.
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