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Literatur+Sprache | Lesung

Ulrich Tukur:
Mark Twain - Grüße aus dem Jenseits

Brucknerhaus Linz

Ulrich Tukur | Lesung, Harmonium & Klavier Wolfgang Stockmann | Textfassung & Regie 1910 ist Mark Twain verstorben. Seitdem war seine Seele in rastloser Neugierde auf Reisen gewesen durch die Galaxien des Universums und auf der Suche nach dem Paradies. Er stand wohl vor den Pforten des Himmels, vor denen sich Heerscharen von irdischen Seelen ansammeln, um einen Platz auf einer paradiesischen Wolke zu ergattern und im Himmel in seliger Gleichmut zu schwelgen. Doch die Aussicht auf immerwährende Langeweile ließ Mark Twain weiterziehen. Seine Rastlosigkeit trieb ihn bis jenseits unseres Sonnensystems, wo er in einer uns unbekannten Galaxie als Käpt’n Stormfield registriert wurde. Doch selbst dort in der fernsten Ferne fand er nicht den Ort, wo es sich zu bleiben lohnte. So beschloss sein Geist, sich mit Ulrich Tukur zu vereinen und wie in alten Zeiten auf dem Landweg durch die Städte zu reisen und den Menschen von all seinen Abenteuern im Universum, auf dem Mississippi oder dem Neckar zu berichten, von Erlebnissen Satans auf der Erde und von kuriosen Begebenheiten mit Schauspielerganoven. Und er redet über das Amerika seiner Kindheit und schmerzhafte Verluste in der eigenen Familie. Unterwegs konnte er ein wohlklingendes englisches Reise-Harmonium ersteigern, auf dem Ulrich Tukur Mark Twains bissigen Humor und tiefgründige Beobachtungen mit Ragtime und amerikanischer Salonmusik begleitet. Ein erlebnisreicher Abend ganz im Sinne des Mottos »Wir wollen dankbar sein, daß es Narren gibt, ohne sie hätte der Rest keinen Erfolg – und alte Narren sind die schlimmsten«.
Literatur+Sprache | Lesung

Buchpräsentation: Roman Sandgruber: Habsburg. Die wichtigste Dynastie der Welt

Nordico Stadtmuseum Linz

Geld, Ein­fluss, Intri­gen und Sex: Die Habs­bur­ger präg­ten Euro­pa und die Welt wie kei­ne ande­re Fami­lie. Sie stell­ten zwi­schen 1273 und 1806 ins­ge­samt 21 römisch-deut­sche Köni­ge und Kai­ser. Habsburger*innen waren mit fast allen euro­päi­schen Herr­scher­dy­nas­tien ver­hei­ra­tet. Die Fami­lie zog welt­weit die Fäden im Spiel um die Macht. Meis­ter­haft ver­steht es der His­to­ri­ker Roman Sand­gru­ber, die ein­zig­ar­ti­ge Bedeu­tung des Hau­ses Habs­burg knapp und tref­fend auf den Punkt zu brin­gen und sei­ne her­aus­ra­gen­de Rol­le im Welt­ge­sche­hen neu ein­zu­ord­nen. Eine bun­te, kom­pak­te Chro­nik vol­ler Macht­kämp­fe und Erfol­ge, Inzest, Krank­heit und Wahn­sinn, Mythen und Mys­te­ri­en – und zugleich eine packen­de Tour de Force durch 750 Jah­re Welt­ge­schich­te. Der Autor und eme­ri­tier­te Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor Roman Sand­gru­ber im Gespräch mit der Kul­tur­his­to­ri­ke­rin und Lei­te­rin des Nordico Stadt­mu­se­um Linz, Andrea Bina. Anschlie­ßend Dis­kus­si­ons­run­de, Signier­stun­de und gemüt­li­cher Aus­klang. Ein­tritt frei. Ver­bind­li­che Anmel­dung online oder unter 0732 7070 1901
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Johannes Silberschneider & Merlin Ensemble Wien:
Kafka singt

Brucknerhaus Linz

Johannes Silberschneider | Lesung Merlin Ensemble Wien Martin Walch | Violine Luis Zorita | Violoncello Till Alexander Körber | Klavier & Arrangement Franz Kafka: Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse. Erzählung verschränkt mit Arien und Liedern ohne Worte von Gioachino Rossini // 1792–1868 Felix Mendelssohn Bartholdy // 1809–1847 Giacomo Puccini // 1858–1924 Giuseppe Verdi // 1813–1901 und anderen »Unsere Sängerin heißt Josefine. Wer sie nicht gehört hat, kennt nicht die Macht des Gesanges.« Mit diesen Worten beginnt die letzte Erzählung, die Franz Kafka zeit seines Lebens verfasste. Der Text erzählt vom Volk der Mäuse und ihrem ambivalenten Verhältnis zur Sängerin Josefine, die mit ihrem Gesang den eintönigen Alltag der Mäuse bereichert. Zugleich behandelt der Text in seiner Reflexion über die Beziehung von Künstler:in und Publikum auch Kafkas eigenes Selbstverständnis als Autor und grundsätzliche Fragen zur Bedeutung von Kunst für unser gesellschaftliches Zusammenleben, die auch heute noch brandaktuell sind. Johannes Silberschneider, nicht zuletzt bekannt aus der Fernsehserie Kafka aus dem Jahr 2024, erweckt Josefine und ihr Mäusevolk zum Leben, begleitet vom Merlin Ensemble, das passend dazu Arrangements von Puccini-Arien mit Werken der Wiener Schule kombiniert.
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Herta Müller & Duo Brüggen-Plank:
Der Beamte sagte

Brucknerhaus Linz

Herta Müller | Lesung & Gespräch Duo Brüggen-Plank Marie Radauer-Plank | Violine Henrike Brüggen | Klavier Ernest Wichner | Gespräch Herta Müller // * 1953: Der Beamte sagte. Erzählung // 2021 verschränkt mit George Enescu // 1881‑1955: Moderato malinconico, I. Satz der Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 a-Moll op. 25 // 1926 Impressions d’enfance für Violine und Klavier op. 28 // 1940 Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ist für eine Lesung ihrer Erzählung Der Beamte sagte im Brucknerhaus zu Gast, musikalisch unterstützt vom Duo Brüggen-Plank. »Meisterlich versteht es Herta Müller, Bilder dafür zu finden, wie sich Ohnmacht anfühlt, und was Willkür anrichtet. Sie sind rätselhaft, abgründig, manchmal auch komisch, und immer hochpoetisch.« (Hanser Verlag) Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller wuchs als Teil einer deutschen Minderheit im rumänischen Banat auf. Als sie 1987 in die Bundesrepublik übersiedelte, wurde sie in der Landesaufnahmestelle für Aussiedler in Nürnberg-Langwasser mehrere Tage lang von Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz verhört. Ihre Erfahrungen mit Heimweh, Fremdheit und der Absurdität der deutschen Bürokratie verarbeitete sie in ihrer 2021 erschienenen Erzählung Der Beamte sagte, eine »Wort für Wort gefundene Geschichte«: Jede Seite des Buches ist eine Collage, die einzelnen Worte wurden aus verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen zusammengeklaubt und erzählen so – mal farbig, mal kursiv, mal in Großbuchstaben – auch auf visueller Ebene ihre eigene Geschichte. Begleitet wird Herta Müllers Lesung nicht nur musikalisch vom Duo Brüggen-Plank, sondern auch von Projektionen ihrer Text-Collagen. Neben ihrer Lesung ist Herta Müller auch im Gespräch mit dem Schriftsteller Ernest Wichner zu erleben, der ebenfalls in Rumänien geboren wurde und später nach Deutschland übersiedelte.
Literatur+Sprache | Buchpräsentation

Austrian Satellite Reef - Buchpräsentation

Schlossmuseum Linz

Erschienen anlässlich der beiden Ausstellungen im Schlossmuseum Linz Österreichs größtes Korallenriff. Gehäkelte Meere und andere Abstraktionen vom 05.10.23. – 02.07.24 und Austrian Satellite Reef vom 18.07.24 – 01.09.24. Autor:innen: Gabriele Kainberger mit Petra Hansche & Manuel Heinl, Genoveva Rückert, Martin Studeny, Alfred Weidinger, Christine Wertheim, Margarete Wertheim Redaktion: Susanne Winder, Genoveva Rückert Herausgeber:innen: Alfred Weidinger und Manfred Mandl-Kiblböck für die OÖ Landes-Kultur GmbH, Genoveva Rückert 126 Seiten, zahlreiche Illustrationen, Deutsch, Englisch © 2025 ISBN: 978-3-85474-420-7 € 28,00 Anmeldung zur Buchpräsentation mit dem Kennwort KORALLENRIFF bis 07.10.25 unter: anmeldung@ooelkg.at.
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Georg Nigl, Birgit Minichmayr
& Olga Pashchenko

Internationales Brucknerfest Linz

Georg Nigl | Bariton Birgit Minichmayr | Sprecherin Olga Pashchenko | Fortepiano Franz Schubert (1797–1828): Der Wanderer an den Mond D 870 // 1826 Maria Lassnig (1919–2014): »Über das Malen von Körpergefühlen« Franz Schubert: Am Fenster D 878 // 1826 Maria Lassnig: »Body-awareness-painting« Franz Schubert: Sehnsucht D 879 // 1826 Wiegenlied D 867 // 1826 Maria Lassnig: »Sich erheben« Franz Schubert: Bei dir allein, Nr. 2 aus: Vier Refrainlieder D 866 // 1828 Maria Lassnig: »Die Kunst ist ein therapeutischer Prozeß« Franz Schubert: Irdisches Glück, Nr. 4 aus: Vier Refrainlieder D 866 // 1828 Maria Lassnig: »Die Schule ist aus, und ich falle in ein Loch der privaten Leere« Franz Schubert: Im Freien D 880 // 1826 Widerspruch D 865 // vor 1828 Maria Lassnig: »Mein Fahrrad gehört unter Denkmalschutz« »Auspizien« Ludwig van Beethoven: An die ferne Geliebte op. 98 // 1816 Nr. 1 »Auf dem Hügel sitz ich spähend« Nr. 2 »Wo die Berge so blau« Nr. 3 »Leichte Segler in den Höhen« Nr. 4 »Diese Wolken in den Höhen« Nr. 5 »Es kehret der Maien, es blühet die Au« Nr. 6 »Nimm sie hin denn, diese Lieder« Maria Lassnig: »Kantate« Franz Schubert: Der Winterabend D 938 // 1828 Maria Lassnig: »Dankesrede für den Kärntner Landespreis« Franz Schubert: An die Musik D 547 // 1817 Maria Lassnig, die in ihrem Œuvre von der Malerei über Grafik bis hin zum Film den Begriff der ›Body-Awareness‹ erspürte und definierte, zählt fraglos zu den bedeutendsten und visionärsten Künstlerinnen unser Zeit: »Es ist sicher, ich male und zeichne nicht den ›Gegenstand‹ Körper – sondern ich male Empfindungen vom Körper.« Den Grenzen zwischen Klingendem und Visuellem, Gegenständlichem und Geistigem nachzuspüren, haben sich drei herausragende Künstler:innen zusammengefunden: Georg Nigl bringt gemeinsam mit Olga Pashchenko – die hierfür auf einem historischen Fortepiano spielen wird – ›bildhafte‹ Lieder von Franz Schubert sowie Ludwig van Beethovens Liederzyklus An die ferne Geliebte zu Gehör. Zwischen den Stücken liest Birgit Minichmayr – die Lassnig in Anja Salomonowitz’ 2024 erschienenem und vielprämiertem Film Mit einem Tiger schlafen verkörpert – Texte und Tagebucheinträge, in denen die Malerin ihre Kunst und ihr Leben umschrieb und reflektierte. Für Konzertbesucher:innen findet um 18:45 Uhr (bei freiem Eintritt) eine Konzerteinführung statt.
Literatur+Sprache | Lesung

Lesung mit Franz­o­bel und Nata­scha Gangl

Lentos Kunstmuseum Linz

Im Rah­men der Aus­stel­lung Touch Natu­re geben Franz­o­bel und Nata­scha Gangl fas­zi­nie­ren­de Ein­bli­cke in ihre neu­es­ten Wer­ke, die sich ein­drucks­voll mit den drän­gends­ten Fra­gen unse­rer Zeit befassen. Franz­o­bel, Hun­dert Wör­ter für Schnee Franz­o­bel liest aus Hun­dert Wör­ter für Schnee, in dem er die tra­gi­sche Geschich­te von Minik, einem Inug­huit-Jun­gen, erzählt: Als Teil einer eth­no­lo­gi­schen Aus­stel­lung nach New York gebracht wird Minik zum Sym­bol des Über­le­bens­kamp­fes eines fast aus­ge­lösch­ten Vol­kes. Der Roman ver­weilt dabei nicht nur in der Geschich­te, son­dern öff­net Türen zu tief­grei­fen­den Fra­gen über Kul­tur und Ausgrenzung. Nata­scha Gangl, Kučnytza. Die Schlan­ge im Strich Nata­scha Gangl ent­führt uns mit ihren Tex­ten aus einem lau­fen­den Pro­jekt in die süd­ost­stei­ri­sche Grenz­re­gi­on, wo sie die fei­nen, aber ein­drucks­vol­len Ver­flech­tun­gen von Natur, Poli­tik und Geschich­te auf­deckt. Sie schafft einen Raum, in dem das Hete­ro­ge­ne in Spra­che und Bedeu­tung zu einem kraft­vol­len Dia­log ver­schmilzt – ein Dia­log über Täu­schung, Wider­stand und das, was wir von der Natur ler­nen können. Ein­tritt frei mit Museumsticket

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