Die Gesellschaft zur Förderung der Harzburger Musiktage e.V., gegründet 1972, will das Erbe europäischer Musikkultur durch die jährliche Veranstaltung der Harzburger Musiktage im Geist einer völkerverbindenden Toleranz bewahren und pflegen.
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Musikalische Begrüßung: Chor der Grundschule Bündheim
Nachts im Museum: Leise schleicht sich der legendäre und gefürchtete Meisterdieb Paolo Passepartout ins wundersame Museum für Musik. Er hat einen wichtigen Auftrag, denn er soll die wertvollste Musik stehlen, die zu finden ist. Doch Meisterdieb Paolo Passepartout erlebt in dieser Nacht einige Überraschungen! Hier trifft er auf galante Klassiker, dort auf atemberaubende Moderne, fetzigen Jazz oder lockere Popmusik. Wird der Meisterdieb seinen Auftrag erfüllen können? Eine Neuinszenierung des legendären Pindakaas-Klassikers mit dem Schauspieler Marcell Kaiser und der Regisseurin Annette Michels.
Der noble und feine Ton ist ein Markenzeichen des Pindakaas Saxophon Quartetts. Seit 35 Jahren tritt das Klassikensemble europaweit auf, sei es in Kammer- und Kirchenmusikreihen, sei es bei renommierten Festivals. Beim Internationalen Meisterkurs "Kammermusik mit Saxophonen" wurden die Musiker mit dem "Kulturpreis" ausgezeichnet. Das Ensemble gab Konzerte in Kuwait und Schottland, in Italien und in der Schweiz, in den Niederlanden und in Luxemburg. Mit einem guten Schuss Humor tauften sich die Musiker auf den niederländischen Namen "Pindakaas" (Erdnussbutter).
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Konzert
Hommage an Frédéric Chopin - Konzertlesung
Devid Striesow, Rezitation
Hideyo Harada, Klavier
Auszüge aus Briefen sowie Dokumenten von Chopin und Zeitgenossen
im Wechsel mit Werken des Komponisten
„Er verdreht hier in Paris allen Frauen den Kopf. Das macht die Männer eifersüchtig. Er ist jetzt in Mode. Und die elegante Welt wird bald auch noch Handschuhe à la Chopin tragen.“ So schrieb es der polnische Geiger und Komponist Antoni Orlowski 1834 von Paris aus nach Warschau an die Familie seines Freundes Frédéric Chopin. Aber war dieser Frédéric Chopin, der als Pianist die Salonwelt des 19. Jahrhunderts so aufmischte – eine bloße Modeerscheinung, ein Profiteur des seichten Unterhaltungsanspruchs seiner Zeit?
Der Schauspieler Devid Striesow und die Pianistin Hideyo Harada räumen mit so manchem Klischee auf und porträtieren in ihrem gemeinsamen musikalisch-literarischen Programm einen hochsensiblen, in ambivalente Gefühlsregungen verstrickten Künstler, der auf seinem Instrument, dem Klavier, gewaltige Empfindungen in Form zu bringen wusste und dabei durchaus auch einen autonomen Kunstanspruch verfolgte. Der sich nicht nur im Glanz der Pariser Salons sonnte, sondern zugleich die politischen Entwicklungen in seiner polnischen Heimat mit großer Besorgnis verfolgte. Für den „Schwärmerei, Grazie, Geistesgegenwart“ ebenso charakteristisch waren wie „Wunderlichkeit, kranke Exzentrizität, Hass und Wildheit“ – so analysierte es jedenfalls sein Kollege Robert Schumann.
Was die Textausschnitte erzählen, belegt die Musik mit der ihr eigenen Dringlichkeit und Unmittelbarkeit. Hideyo Harada hat aus dem überbordenden Klavierschaffen Chopins eine Auswahl von Nocturnes, Walzern, Etüden, Balladen und Mazurken getroffen und reagiert auf die zitierten Passagen mit den passenden musikalischen Stimmungsbildern, unter ihnen auch jene hochemotionale, kühne und hochkomplexe Ballade Nr. 1 in g-Moll, die mit ihren Kontrasten zwischen Schwermut und wilder Raserei wie improvisiert wirkt und doch Resultat akribischer Arbeit ist.
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Harzburger Musiktage
5. bis 20.6.2026
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